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Remscheid
Flotter Streifzug durch die Operetten-Welt

Remscheid. Kaum war das letzte Lied verklungen, brach ein begeisterter und langanhaltender Applaus des Publikums los. Das bedankte sich für den Ohren- und Augenschmaus, den ihm der Volkschor Remscheid mit seiner Operetten-Gala und den eingeladenen Solisten geboten hatte. Die Sopranistin Lei Errenst und Pianist Martin Storbeck waren das musikalische Sahnehäubchen bei diesem Chorkonzert.

Vom ersten Lied an ging es flott durch die Operettenszene. Die 40 Sängerinnen und Sänger des Remscheider Volkschores und Bergischen Frauenchores Grenzwall hatten mit ihrem Programm rund 280 Zuhörer in den Saal des CVJM nach Lüttringhausen geholt. Die Bestuhlung musste erweitert werden. Diejenigen, die trotz des sonnigen Wetters gekommen waren, wurden für ihr Kommen reichlich belohnt. Besonders faszinierte aber die zierliche und stimmstarke Solistin aus Wuppertal, die von Martin Storbeck begleitet wurde. "Schlösser, die im Monde liegen" oder "Bin Göttin des Mondes" aus Frau Luna, "O luce di quest anima" aus Linda di Chamounix, "Strahlender Mond" aus "Der Vetter aus Dingsda" und andere Lieder mehr brachte die Sopranistin zum Vergnügen des Publikums zu Gehör. Auch der Chor lies die Welt der Operette lebendig werden. "Sei gepriesen, lauschige Nacht" (Die Landstreicher) oder ein Potpourri aus der Maske in Blau, gesungen zusammen mit Lei Errenst, waren Glanzlicher des Nachmittags. Mit dem Duo M + M, Margot Müller-Alm und Martin Storbeck, bekam das Programm einen besonderen Höhepunkt. Zehn Finger auf rund 90 Tasten ließen das Publikum im wahrsten Sinn des Wortes aufhorchen. Vierhändig ließen die Musiker "Rondo", "Canzonetta" und "Polka Italienne" erklingen. Im Lied "Lippen schweigen" bewies Storbeck, dass er nicht nur ein guter Pianist, sondern auch ein fähiger Tenor ist. Er sang auch im Duett mit Lei Errenst. Mit viel Humor führten Martina Mathies und Rolf Schmidt durch das Programm. Für das Lied "Wo es Mädels gibt, Kameraden" setzten sich die elf Sänger Matrosenmützen auf.

Für den klangvollen Abschluss des Nachmittags ließen die beiden Moderatoren den Saal mal erst einige Minuten warten. Die Chöre hatten das "Weiße Rössl" angespannt und nahmen das Publikum mit ihrem Potpourri der bekanntesten Melodien auf eine Rundfahrt um den Wolfgangsee. Hierfür hatten sich Mathies und Schmidt stilvoll in Trachten gekleidet. Nach rund zwei Stunden Musik entließ das begeisterte Publikum die Künstler mit einem lang anhaltenden Applaus in den Sonntagabend.

(MM)
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