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Remscheid
Förderprogramm macht eigenen Beamer für Gelbe Villa möglich

Remscheid. Die Veranstalter von Kraftstation und Gelber Villa konnten dank finanzieller Hilfe des Kultur-Ministeriums NRW neues Equipment kaufen.

Wenn im Sommer wieder Blockbuster über die Kinoleinwand an der Hauswand der Gelben Villa flimmern, passiert das in diesem Jahr mit neuem Equipment.

Haben sich die Veranstalter von Kraftstation und Gelber Villa nach der Umstellung auf digital noch in 2015 einen Beamer leihen müssen, sind sie in diesem Jahr gänzlich unabhängig. Den rund 4000 Euro teuren Beamer konnte die Kraftstation durch das Förderprogramm "Investitionsförderung Soziokultureller Zentren und freie Produktionsstätten Darstellender Künste" des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW anschaffen.

"Aus Eigenmitteln hätten wir das nie finanzieren können. Durch die Förderung konnten wir insgesamt unser Kino aufwerten", sagt Julia Dill, Leiterin des Kulturbereichs der Kraftstation und eine der Organisatorinnen des beliebten Remscheider Freiluftkinos. Ein neuer Verstärker sowie ein spezielles Kabel für die Soundanlage sorgen ab dem 19. August für den richtigen Klang. Somit ist das Team für die aktuelle Saison erstmals bei der Durchführung nicht mehr abhängig von Filmvorführern oder Verleihern für die Ausstattung.

"Das Risiko ist damit deutlich geringer", erklärt Dill. Noch vor sechs Jahren zahlte das Team alleine für die Technik vom Fremdanbieter 700 Euro pro Vorstellung. Die Gebühren für die Beamerausleihe waren da zwar mit 600 Euro für alle vier Termine schon günstiger. Wenn sich das Regenwetter aber zeigte, war ein Minus vorprogrammiert. "In diesem Jahr können wir tatsächlich auch mit einem Gewinn für unsere Kinder- und Jugendprojekte rechnen", merkt Dill an.

Die Gebühren für die Filmrechte bleiben allerdings erhalten. Unterstützung bei der Organisation der Ausleihe erhalten die Remscheider vom Wuppertaler Open-Air-Kino "Talflimmern". Gezeigt werden Streifen wie "The Revenant" oder der Kinderfilm "Alles steht Kopf" auf Blu-ray.

Da das kleine Kino aber durch die Technik nicht mehr als professionelles Kino von Filmverleihern angesehen wird, ist die Auswahl der Filme erschwert. "Das Tagebuch der Anne Frank" darf zum Beispiel in Remscheid nicht laufen. Stattdessen wird "Er ist wieder da" gezeigt.

Der neue Beamer findet übrigens auch beim Kinderkino in der Kraftstation Verwendung, für das aus der Fördersumme von insgesamt 8000 Euro auch eine neue Leinwand organisiert wurde. Auch die Theaterabteilung des Zentrums profitiert vom Beamer und der Förderung: ein neuer Vorhang sowie eine neue Lichtanlage werten künftig die Aufführungen auf.

(am)
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