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Remscheid
Förderverein will flexibles Museum

Remscheid: Förderverein will flexibles Museum
Die prachtvolle Fassade des Hauses Cleff. FOTO: Archiv
Remscheid. Die Mitglieder der Fördervereins des Hauses Cleff zeigten sich in ihrer jüngsten Versammlung überrascht über die bekannt gewordenen Pläne, was aus dem denkmalgeschützten Haus in Hasten werden soll. Von Christian Peiseler

Das Konzept sei wenig aussagekräftig und lasse viele Fragen offen. "Wir sind grundsätzlich bereit, uns für die Belebung des Hauses einzubringen", sagte Beatrice Schlieper, die Vorsitzendes des Vereins, dem zurzeit 35 Mitglieder angehören. Allerdings soll nach Ansicht des Fördervereins kein Museum im alten Stil im Haus Cleff entstehen. Schlieper erwartet eine Konzeption, die flexible Lösungen für das Haus bereit hält. Das heißt: Die Räume sollten jederzeit nutzbar für Events und anderer Veranstaltungen sein. "Die Bevölkerung muss sich darin wiederfinden", sagte Schlieper.

Große Hoffnung setzt der Verein auf die Ideen und die Tatkraft der neuen Leitung des Werkzeugmuseums. Die Stelle soll baldmöglichst wieder besetzt werden. Zurzeit gibt es Gespräche mit sechs Bewerbern. Laut Schlieper soll der Nachfolger von Dr. Urs Diederichs in die weitere konzeptionelle Planung mit einbezogen werden. Im Konzept von Kulturdezernent Christian Henkelmann gibt es bereits detaillierte Vorstellungen, welche Aufgaben der Förderverein in Zukunft übernehmen soll. Ein Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Verein soll die Eckpunkte regeln. Dazu zählen zum Beispiel die Öffnungszeiten des Hauses analog zum Werkzeugmuseum. Der Förderverein ist auch berechtigt, durch Führungen, Vermietungen, Events und den Museumsshop mit Café Einnahmen zu generieren, heißt es in dem Papier. 2011 setzte sich der Verein zum ersten Mal dafür ein, dass das Haus an Wochenenden weiter geöffnet werden konnte. Die Stadt hatte dafür kein Personal mehr.

Für Beatrice Schlieper sind diese vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben nicht auf der Basis eines Ehrenamtes zu erfüllen. "Mit Rentnern und Müttern ist das nicht zu schaffen", sagte Schlieper. Sie kann sich aber vorstellen, diese Managementaufgaben auf eine professionellen Ebene zu stellen. Denkbar wäre, über Sponsorengelder eine Halbtagsstelle für diese Aufgaben zu finanzieren. Dabei würde der Verein mithelfen.

Bis solche Überlegungen aber konkret werden können, muss noch viel Arbeit geleistet werden, um potenzielle Förderer wie den Landschaftsverband zu überzeugen. Ohne Gelder von Dritten ist die Renovierung des Hauses, die alleine drei Millionen Euro kostet, für die Stadt nicht zu stemmen. "Ich rechne damit, dass das Haus Cleff vier bis fünf Jahre geschlossen bleibt", sagt Schlieper.

Quelle: RP
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