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Remscheid
Forscher fragen: Wie lebt es sich im Stadtteil?

Remscheid: Forscher fragen: Wie lebt es sich im Stadtteil?
Anne Volkmann. FOTO: HR
Remscheid. Bewohner des Hasenbergs und des Rosenhügels sollen sich an einer Online-Umfrage beteiligen. Von Henning Röser

Zehn bis fünfzehn Minuten - länger soll das Ausfüllen des Fragebogens nicht dauern. Das verspricht Anne Volkmann. Die Wissenschaftlerin von der Technischen Universität (TU) Dortmund hat zusammen mit ihren Kollegen eine Online-Umfrage entwickelt, die sich an die Bewohner des Rosenhügels und des Lenneper Hasenbergs richtet. Ab heute kann sie im Internet aufgerufen und beantwortet werden.

Insgesamt geht es darum, herauszufinden, wie die Menschen die Lebenschancen in ihrem Stadtteil erleben. Dazu wird nach alltäglichen Dingen gefragt, etwa nach zwei Plätzen im Stadtteil, an denen man sich besonders wohlfühlt. Aber auch Orte, die sie als weniger schön oder gar störend oder beängstigend empfinden, können genannt werden.

Die Umfrage ist so gestaltet, dass die Teilnehmer diese Punkte gleich auf einer Karte markieren können. Wer Spaß an dem Thema hat, könne auch ausführlicher antworten, sagt Volkmann. Rund 10.000 Menschen leben in den beiden Stadtteilen, eine Teilnehmerzahl im dreistelligen Bereich würde den Forschern schon reichen. "Vierstellig wäre ideal", sagt Volkmann.

Der Remscheider Sozialdezernent Thomas Neuhaus warb gestern bei einem Pressegespräch im Rathaus für eine Teilnahme an der Umfrage. "Die Bürger können so aktiv auf ihr Lebensumfeld Einfluss nehmen." Denn die gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur wissenschaftlich in einem größeren Kontext ausgewertet werden, sondern auch ganz praktisch vor Ort in die Stadtplanung Eingang finden.

Das ist ein Grund, warum sich Neuhaus dafür stark gemacht hat, das ebenfalls von der Technischen Universität Dortmund betreute "Mosaik-Projekt" nach Remscheid zu holen. Hier wollen Forscher über einen Zeitraum von drei Jahren ergründen, wie die Integration von Migranten in der Stadt funktioniert und wie das Zusammenleben der mehr als 100 Nationen im Stadtgebiet klappt.

Die Ergebnisse der als "Beiboot" zum Mosaik-Projekt nachträglich an den Start gebrachte Quartiers-Umfrage sollen hier ebenfalls einfließen.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt und auch zu dem Fragebogen gibt es im Internet unter www,quartiersforschung-remscheid.de/umfrage. Zudem steht Anne Volkmann bei Rückfragen telefonisch unter 0231/755 80 59 zur Verfügung.

Quelle: RP
 
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