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Drohnenfotos
So schön sieht das Bergische Land von oben aus

So schön sieht das Bergische Land von oben aus
So schön sieht das Bergische Land von oben aus FOTO: Lukas Zecher
Remscheid. Mit seiner Drohne ist Lukas Zecher aus Remscheid fast über die gesamte Region geflogen. Entstanden sind spektakuläre Bilder und Filmaufnahmen. Letztere hat der Auszubildende zum Bankkaufmann zu einem 80-minütigen Dokumentarfilm zusammengefügt. Von Laura Ihme

Aus der Vogelperspektive sieht die Welt ganz anders aus - diese Erfahrung macht Lukas Zecher immer wieder, wenn er seine Drohne startet und Felder, Wiesen, Seen und Städte mit der Kamera von oben einfängt. "Bei der Drohnenfotografie erhält man eine neue Perspektive auf etwas Gewohntes. Das macht für mich die große Faszination dieser Technik aus", sagt der 20-Jährige, der in Bergisch Born lebt. Für einen Dokumentarfilm hat der Banklehrling seine Heimat mit der Drohne gefilmt und fotografiert. Wir zeigen eine Auswahl seiner spektakulären Bilder.

"Bei der Drohnenfotografie gibt es zwei Herausforderungen: die Fotografie und das Fliegen. Man muss beides sehr gut beherrschen, damit gute Bilder dabei herauskommen", sagt Zecher. Vor vier Jahren hat er erstmals einen Drohnenfilm gesehen. "Das hat mich unglaublich beeindruckt, und ich wollte unbedingt selbst solche Bilder kreieren." Also beginnt Zecher damals, sich in das Thema einzulesen, informiert sich auf Blogs im Internet und bekommt schließlich von seinem Vater seine erste Drohne geschenkt - und beginnt sogleich mit der Arbeit. "Mein Vater ist nach Offenburg in Baden-Württemberg gezogen. Damit er sich an seine Heimat erinnert, habe ich meinen ersten Drohnenfilm produziert", sagt Zecher. "From Above" (dt. "Von Oben") heißt der kurze Streifen, in dem Zecher das Haus der Familie in Bergisch Born und auch die neue Heimat seines Vaters aus der Luft gefilmt hat.

Das Fliegen macht ihm Spaß. Also beginnt Zecher, sein Arbeitsgebiet auszuweiten, fliegt die gesamte Region ab, übt, professionalisiert sich, bekommt schließlich vom Vater eine Profi-Drohne mit besserer Kamera geschenkt. Weil inzwischen immer mehr Bekannte auf seine Aufnahmen aufmerksam werden und ihm sogar Bilder abkaufen wollen, gründet er im September vergangenen Jahres sogar ein eigenes Unternehmen, die Firma "From Above Drone Productions".

Sein Ziel ist es fortan, einen Dokumentarfilm in Kinolänge zu produzieren, der seine Heimat aus der Vogelperspektive zeigt. Das ist jedoch auch äußerst kostspielig, Zecher muss sich und seine Drohne versichern, falls sie wider Erwarten irgendwo abstürzt oder gegen etwas fliegt. Außerdem muss er für die Genehmigung des Landes, mit der Drohne auf bis zu 762 Meter zu steigen, Geld zahlen. Denn längst nicht jeder, der eine Drohne besitzt, darf mit dieser wie es ihm beliebt durch die Lande ziehen. Immer wieder gibt es Zwischenfälle, wenn ungeübte Flieger sich überschätzen. Die Bundesregierung hat deshalb sogar schon die Einführung eines Drohnen-Führerscheins beschlossen. Für Profis wie Lukas Zecher sind die ungeübten Flieger ein Ärgernis: "Sie bringen jeden vorsichtigen und guten Flieger in Verruf", sagt er.

Bei der Finanzierung von Versicherung, Genehmigung, Dokumentarfilm und Co. helfen ihm schließlich Auftragsarbeiten. Für das Land NRW dreht er zum Beispiel einen Imagefilm, erhält die seltene Erlaubnis, mit seiner Drohne über den Landtag in Düsseldorf zu fliegen. Zudem arbeitet Zecher hauptberuflich bei der Volksbank Remscheid-Solingen, bei der er eine Ausbildung zum Bankkaufmann macht. Die Fotografie aus der Luft bleibt trotz eigenem Unternehmen sein Hobby.

Als er endlich seinen Dokumentarfilm fertig hat, fehlt ihm nur noch ein Aufführungsort für den 80 Minuten langen Film, der Natur, Menschen und Städte von oben aber auch vom sicheren Boden aus zeigt. Denn auch fernab der Lüfte fotografiert und filmt Lukas Zecher gern und viel. An dieser Stelle kommt die Stadt Wermelskirchen ins Spiel: Sie stellt Zecher das Bürgerzentrum zur Verfügung, im Gegenzug produziert er einen Imagefilm aus der Luft für die Stadt. Premiere des Films ist im Mai - und mit Blick auf die Kostproben Zechers darf man sich wohl auf einen Abend mit viel Herz und Heimatgefühl freuen. 

 
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