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Remscheid
Frauenchor stemmte sich gegen den Trend

Remscheid. 25 Jahre Frauenchor Lüttringhausen. Größer Erfolg: dritter Platz den Chortagen in Prag. Von Anna Mazzalupi

Der Lüttringhauser Frauenchor schwimmt gerne gegen den Strom. Als sich die Sängerinnen 1991 zusammenfanden, war es gar nicht selbstverständlich, dass sich ein Chor neu gründete. Ganz im Gegenteil: Das Chorsterben fing in den 90er Jahren an. Umso bedeutender ist das 25-jährige Bestehen, das die Frauen am Sonntag mit einer Matinee im CVJM-Saal in Lüttringhausen feierten.

Der Name des Lüttringhauser Frauenchores sei in der jungen Vereinsgeschichte zu einem Synonym musikalischer Qualität geworden, betonte Christian Plank, zweiter Vorsitzende des Chorverbands Bergisch Land Remscheid, in seiner Ansprache. Er ehrte im Namen des Verbandes sowie des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen die Gründungsmitglieder Krimhild Becker, Doris Dahlke, Rosemarie Monheimius, Renate Münch und Luise Renfordt sowie für ihre 25-jährige Mitgliedschaft Rose-Ruth Jahnke, Marlene Schaaf und Edelgard Schneeloch mit der silbernen Brosche. Christl Wirtz, die seit 25 Jahren auch als Schatzmeisterin im Chorvorstand aktiv ist, erhielt zudem als besondere Würdigung die Verdienstplakette in Silber vom Chorverband NRW.

Die Frauen bereicherten das kulturelle Leben, der Chor sei ein Ort der Harmonie und ein ruhender Pol, bemerkte Plank weiter. Ohne den Frauenchor gebe es zum Beispiel nicht das inzwischen traditionelle und sehr beliebte jährliche Gemeinschaftskonzert der Chöre in Lüttringhausen, das am 8. Mai 1993, zwei Jahre nach der Gründung, als Premierenauftritt der Frauen stattfand.

Die Idee zur Gründung hatte Krimhild Becker, die 17 Jahre lang mit kurzen Unterbrechungen Vorsitzende des Chores war. Waren es anfangs noch 35 Frauen, singen heute 46 aktiv unter der Leitung von Petra Rützenhoff-Berg. Im Jahr 2000 konnten sie sogar mit ihren Stimmen bei den internationalen Chortagen in Prag überzeugen, wo sie den dritten Platz belegten. Bei der Matinee überzeugen die Sängerinnen unter anderem mit einer schönen Version von "Oh happy day" oder "The Rose".

Zu den Gratulanten zählten neben dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser sowie Mitglieder befreundeter Chöre auch Reinhard Ulbrich, Vorsitzender des Sportbundes und zu diesem Zeitpunkt amtierender Oberbürgermeister. "Sport und Singen vereint Einiges: Sie wirken lebensverlängernd". Elisabeth Markus, aktuelle Vorsitzende des Chores, hätte sich zwar etwas mehr Publikum gewünscht. Aber der Zuspruch zu Veranstaltungen wie dem musikalischen Sommerabend spreche für die Anerkennung der Chorarbeit.

Quelle: RP
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