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Wuppertal
6000 Besucher kamen zum Elefantentag

Wuppertal. Sweni, Tusker und vor allem die kleine Tuffi erwiesen sich einmal mehr als echte Publikumsmagneten. Von Erdinc Özcan-Schulz

Erschöpft, aber zufrieden sitzen die Elefantenpfleger des Wuppertaler Zoos kurz nach 18 Uhr in ihrem Aufenthaltsraum. "Man sah den Gesichtern an, wie fasziniert die Menschen waren", sagt Pfleger Gustav Röckener über den gerade beendeten, arbeitsintensiven Elefantentag.

Mit rund 6000 Gästen erwies sich das Event der Dickhäuter als ein echter Besuchermagnet. "Besonders die Führungen und die Fotoaktion, bei der man sich neben einem der Tiere ablichten lassen konnte, wurde mit Begeisterung angenommen", sagt Filipe von Gilsa, Elefanten-Revierleiter im Zoo.

Während der kurzweiligen Führungen hinter die Kulissen wurde den Besuchern nicht nur vorgeführt, wie ein Alltag zwischen den Pflegern und der Elefanten-Familie um den Bullen Tusker abläuft, auch einige Anekdoten und Gewohnheiten der Tiere sorgten mal für Staunen, mal für Gelächter.

"Erst wenn man nah an den Tieren dran steht, merkt man, wie wuchtig sie sind", fassen die Dauerkarteninhaber Dennis und Nicole Walter ihr Staunen in Worte. Von Angst konnte bei Tochter Verenice aber trotzdem keine Rede sein. Sie amüsierte sich vielmehr darüber, wie die Vierbeiner ihre Rüssel schwingen. Besonders die im März geborene Tuffi hat es der Kleinen (2) angetan. "Es ist schön, wieder eine Tuffi in Wuppertal zu haben", sagt Antonio Dasco, der mit seiner Frau Claudia Stammgast ist und den Elefanten regelmäßig sogar Äste, Laub und Buchenstücke mitbringt.

Unter den Besuchern weilte auch der ehemalige Zoodirektor Ulrich Schürer, der allerdings eher zufällig und weniger für den Elefantentag vorbei gekommen war. "Ich bin hier, um alle Jungtiere mal zu sehen. Meine Runde endet meistens hier, weil ich hier immer eine Tasse Kaffee bekomme", sagte Schürer. Von dem Event habe er nichts gewusst. "Der Dr. Schürer hat Instinkt für die Elefanten", weiß Pfleger Jörn Karge.

Arne Lawrenz, der aktuelle Zoo-Direktor, ließ es sich nicht nehmen, sein bundesweit als Elefantenzüchter hoch angesehenes Team zu unterstützen und unter anderem die morgendliche Waschroutine der Elefanten persönlich zu kommentieren. Auch für Fragen der Besucher standen der Zoo-Chef und sein Team zur Verfügung. Natürlich interessierte viele Besucher neben der Frage nach der täglichen Essensration eines Elefanten auch jene, wann und wohin der Bulle Tusker, immerhin seit 1995 im Zoo zu Hause, sein Revier verlassen muss. In Wuppertal besteht die Gefahr, dass der 13-fache Vater seine eigenen Kinder, die demnächst geschlechtsreif sind, zu decken versucht. Deshalb soll er abgegeben werden. Lawrenz bestätigte dieser Zeitung, dass Tusker den Zoo Ende dieses, Anfang nächsten Jahres mit Ziel Basel verlassen wird. Sein schon geplanter Umzug nach Berlin scheiterte an behördlichen Genehmigungen.

Zufrieden zeigten sich die Zoomitarbeiter auch mit den gesammelten Spenden im Kampf gegen Wilderei. "Es geht hier nicht nur darum, wie süß die Tiere sind", sagte Marketingmitarbeiterin Jennifer Franic mit Blick auf die das Problem verdeutlichenden Exponate.

Quelle: RP
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