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Zoo Wuppertal
Anori & Co. - Die Tierbabys des Jahres
Anori & Co: Der Nachwuchs im Wuppertaler Zoo 2012
Anori & Co: Der Nachwuchs im Wuppertaler Zoo 2012 FOTO: Moll, Jürgen
Wuppertal. Mit Eisbärin Anori begann das Jahr im Wuppertaler Zoo, im Sommer kam unter anderem ein Quartett sibirischer Tiger hinzu. Welche Tierbabys wurden 2012 geboren und wie geht es ihnen? Von Ines Rzepka

Am 4. Januar wird Anori bereits ein Jahr alt, aus den 300 bis 400 Gramm Geburtsgewicht sind mittlerweile 90 Kilogramm geworden. Mit knapp drei Monaten durfte sie mit Mutter Vilma das erste Mal ins Außengehege. Während sie unbeholfen umhertapste, drängelten sich die Besucher vor der Scheibe. Zwar kann die Halbschwester des berühmten Berliner Eisbären Knut inzwischen alles fressen, "aber Mama ist immer noch die Beste", sagt Kurator Andre Stadler. Trotz spitzer Zähne wird Anori noch gesäugt.

So viel Glück hatten die beiden Gorilla-Babys nicht: Die Halbgeschwister Vana und Tebogo kamen im März mit nur sechs Tagen Abstand zur Welt, doch die Mütter Grace und Ukiwa nahmen den Nachwuchs nicht an. Für ein paar Tage gaben die Tierpfleger ihnen jeweils die Flasche, dann wurden sie in die Gorilla-Kinderstube des Zoologisch-Botanischen Gartens Wilhelma in Stuttgart gebracht. Dort werden seit vielen Jahren Gorillas aus ganz Europa gemeinsam aufgezogen.

"Bei den Roten Varis sieht man auch, wie eng Freud und Leid beieinander liegen", sagt Stadler. Im Juli hatte es zum ersten Mal in der 131-jährigen Zoo-Geschichte Nachwuchs bei den "Waldgeistern" gegeben. Doch einen Tag nachdem der Zoo die kleine Sensation verkündet hatte, starb Olli an einer Infektion. Sein Bruder Stan ist inzwischen fast so groß wie seine Eltern und turnt mit ihnen durchs Gehege.

Große Freude löste die Geburt der vier sibirischen Tiger im Juni und auch der drei Schneeleoparden im Mai aus - alle werden aus Platzgründen jedoch nicht in Wuppertal bleiben können. "Die Tiger geben wir frühestens mit anderthalb Jahren ab", sagt Stadler dazu. "Sehr wahrscheinlich werden zwei der drei Schneeleoparden in andere Zoos umziehen." Aziza, Aditi und Aruna haben sich inzwischen fast vollständig von den Pflegern abgenabelt, die nach dem unerwarteten Tod von Muttertier Gulcha die Aufzucht übernehmen mussten. Die sechsjährige Tiger-Dame Mymoza kümmert sich hingegen weiter selber um die je zwei Tiger-Mädchen und -Jungen.

Vermehrt haben sich auch die Seelöwen, Luna und Sunny sind putzmunter, Wölfe, Bieber und Otter. Ebenfalls weniger im Licht der Öffentlichkeit stand die Geburt von zwei Bongo-Antilopen und drei Pudus, eine südamerikanischer Hirschart. Gebrütet wurde unter anderem bei den Zwergschwänen und den Dampfschiffenten. Wie viele Tiere derzeit im Zoo leben, wird sich erst bei einer Inventur zwischen Weihnachten und Silvester zeigen. Anfang des Jahres waren es etwa 4500 Tier in 450 Arten.

Hinzukommen werden im nächsten Frühjahr und Sommer zwei Elefanten: Sabie und Punda sind trächtig, bei 22 Monaten Tragzeit ist die Errechnung des Geburtstermins jedoch kaum möglich. In welchem Gehege der "Storch" sonst noch vorbeischaut, ist ein Ratespiel. "Vielen Tieren sieht man nicht an, dass sie trächtig sind", sagt Kurator Andre Stadler, aus Erfahrung weiß er aber. "Bei den Seelöwen, Tapiren und im Vogelhaus wird sich wohl was tun. Und die Steinböcke sind auch eine sichere Bank."

Quelle: irz
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