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Wuppertal
Betreiberwechsel auf der Trasse?

Wuppertal. Die Stadt will übernehmen. Wuppertal-Bewegung möchte weiter mitreden.

Die Stadt und die Wuppertal-Bewegung stehen in Verhandlungen über eine Änderung des 2010 geschlossenen Vertrages zum Betrieb der Nordbahntrasse. Der laufende Vertrag sieht vor, dass die Wuppertal-Bewegung bis 2034 die Betriebsbereitschaft des Fuß- und Fahrradweges sichern muss. Vieles deutet darauf hin, dass die Stadt den Verein und seine 1300 Mitglieder schon in diesem Jahr davon entbindet.

Als die Pläne für den Bau der Trasse konkret wurden, trat die Wuppertal-Bewegung finanziell in Vorleistung, da sich die Stadt weder in der Lage sah, den Umbau zu finanzieren (Investitionsvolumen 32 Millionen Euro) noch eine Garantie für den Betrieb gegenüber den Fördergebern (EU, Bund, Land) zu leisten.

"Wir reißen uns nicht darum, die Trasse zu betreiben", sagt Carsten Gerhardt, 1. Vorsitzender der Wuppertal-Bewegung. Der Vertrag wurde von der Stadt mit der eigens dafür gegründeten Nordbahntrassen GmbH abgeschlossen. Er bürdet deren Geschäftsführer Carsten Gerhardt eine große Verantwortung auf. Zumal Ende 2015, zum Ablauf des Förderzeitraums, noch nicht alle Arbeiten auf dem 23 Kilometer langen Weg abgeschlossen waren.

Stadtdirektor Johannes Slawig sieht die Verhandlungen auf einem guten Weg. "Wir verfolgen doch beide das gleiche Ziel", sagt Slawig. Das Projekt habe im Verlauf seiner Umsetzung eine Dimension angenommen, die über die Möglichkeiten des Ehrenamtes hinaus gingen.

Carsten Gerhardt sagt: "Die Wuppertal-Bewegung möchte sich ein Mitspracherecht erhalten, was das Erscheinungsbild und die Nutzbarkeit der Trasse angeht. Schließlich ist die Trasse unser Baby."

(ab)
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