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Wuppertal
Buga: Es fehlt noch Geld für die Studie

Wuppertal: Buga: Es fehlt noch Geld für die Studie
Die Kosten für eine Bundesgartenschau liegen im hohen Millionenbereich. Alleine die Durchführung kann bis zu 50 Millionen Euro kosten. FOTO: dpa (Symbol)
Wuppertal. Der Auftrag für die Machbarkeitsstudie soll vor Weihnachten rausgehen. Es werden noch dringend Unterstützer gesucht. Der Stadtrat soll im Juli 2018 entscheiden, ob sich die Stadt als Ausrichter für 2025 bewirbt. Von Katharina Rüth

Jochen Sandner kannte Wuppertal lange nur vom Zug aus und nahm die Stadt vor allem als langes enges Tal wahr. Inzwischen hat der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) Wuppertal besser kennengelernt und festgestellt: "Von den Höhen sieht die Stadt ganz anders aus." Er habe erlebt, wie viel Grün es in der Stadt gibt. Diesen Effekt könnten die Bundesgartenschau (Buga) im Jahr 2025 noch verstärken - wenn das Grün der Hügel zu einem ganzen Grün-Netzwerk in der Stadt verbunden wird. Diesen Ansatz findet jedenfalls Jochen Sandner "hervorragend". "Bei einer Buga geht es immer um integrierte Stadtentwicklung", erklärt er. Wuppertal habe in seinem Programm Wuppertal 2025 "ein Füllhorn an Ideen", da passe ein Buga gut hinein. Deshalb hat die DBG Wuppertal auch ermutigt, den Weg zu einer Gartenschau weiter zu beschreiten. Der nächste Schritt ist eine Machbarkeitsstudie, bei der ein Planungsbüro die gestalterischen und finanziellen Möglichkeiten prüft. Wuppertal hat die Aufgabe ausgeschrieben, noch vor Weihnachten soll ein Büro beauftragt werden. Mit Kosten von 160 000 Euro rechnete die Stadt. Derzeit liegen Angebote vor, die noch etwas darüber liegen.

Das Geld kann die Stadt nicht aufbringen, daher sind Sponsoren gefragt. Einen großen Teil habe man bereits zusammen, sagt Stadtkämmerer Johannes Slawig (CDU). Dankbar ist er, dass sich unter anderem Gesellschaften im Bereich der Stadt stark engagieren, aber auch private Unterstützer. Noch gibt es einen niedrigen fünfstelligen Fehlbetrag: "Wir bemühen uns, das Geld zusammenzubekommen. Ich glaube auch, dass uns das gelingen wird." Oberbürgermeister Andreas Mucke hat betont, dass das Geld in jedem Fall gut angelegt sei - auch wenn es nicht zur Buga-Bewerbung kommt. Denn die Studie sei ein Grünflächenkonzept für Wuppertal. "Das fehlt uns zur Zeit genau so wie ein gesamtheitliches Stadtentwicklungskonzept." Die Zeit drängt, denn noch vor Weihnachten soll der Auftrag vergeben werden. Im Juli 2018 soll der Rat entscheiden, ob sich die Stadt bewirbt. Bereits im April soll das Finanzkonzept fertig sein, damit Verwaltung und Politik genügend Zeit zur Beratung haben. Angaben zu Kosten sind im Vorfeld schwierig. Jochen Sandner erklärt, dass die Investitionen für eine Buga durchschnittlich zwischen 40 und 100 Millionen Euro liegen. Dafür müsse die Stadt dann Fördermittel bei Land, Bund und EU einwerben, aber auch einen Eigenanteil leisten. Die Kosten für die Durchführung der Buga lägen bei 40 bi 50 Millionen Euro. Ein größerer Teil komme durch den Eintritt, Verpachtung und Sponsoring herein, aber auch hier müsse die Stadt einen Anteil übernehmen. Seine Höhe hänge unter anderem von den Besucherzahlen ab. Beschließt der Rat im Juli die Bewerbung, könne die DBG schnell entscheiden, kündigt Sandner an. Denn man werde die Studie eng begleiten und nur wenige Wochen für die finale Prüfung brauchen. Sieben Jahre hätte Wuppertal dann für die Umsetzung. Im April 2025 muss alles fertig sein.

Quelle: RP
 
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