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Wuppertal
Das Diesel-Urteil löst Sorgen aus

Wuppertal. Dicke Luft gibt es auch im Tal. Die Stadt will zunächst abwarten. Von Andreas Boller

Bis 2017 muss die Bezirksregierung als kommunale Aufsichtsbehörde den sogenannten Luftreinhalteplan für die Stadt Düsseldorf nachbessern. Dieses Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf hat auch in Wuppertal einigen Staub aufgewirbelt, denn auch dort werden zu hohe oder zumindest erhöhte Stickstoffdioxidwerte gemessen. "Ich befürchte, dass auf Wuppertal Fahrverbote zukommen", sagt Rainer Spiecker, handwerkspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Gerade mittelständische und kleine Unternehmen wären betroffen. "Wer Stop and Go in den Zentren verringert, reduziert die Stickoxidemission um mehr als die Hälfte. Mit Verbot ist es nicht getan."

Nach Anja Liebert, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, müsse die Stadt dafür sorgen, dass sich die Verkehrsbelastungen verringern. Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen, bessere Infrastruktur des Radverkehrs und Umsteigen auf Bus und Bahn würden helfen. Auch die geplante Seilbahn auf die Südhöhen hinauf.

"Schnelle Lösungen wird es nicht geben", sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann. Neue Studien belegten, dass sich Tempo 30 wegen der unvollständigen Verbrennung im Dieselmotor kontraproduktiv auswirken könne. Fahrverbotszonen bewirkten das Ausweichen auf andere Routen und eventuell längere Fahrstrecken - was ebenfalls kontraproduktiv sein könne.

Zu einer konkreten Maßnahme sieht sich die Stadt Wuppertal zunächst nicht verpflichtet nach der Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die Bezirksregierung.

Quelle: RP
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