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Wuppertal
Das Haus der Integration wird Mitte Januar eröffnet

Wuppertal. 8826 Flüchtlinge waren im November in Wuppertal registriert. Bis auf vier Prozent, die in Übergangseinrichtungen untergebracht sind, leben alle in privaten Wohnungen. "Wir sind bundesweit unter den Großstädten Spitzenreiter, was die Unterbringungen von Flüchtlingen in Privatwohnungen angeht. Diese Wohnform erleichtert die Eingliederung und das Zusammenleben", sagt Hans-Jürgen Lemmer, Leiter des Ressorts für Zuwanderung und Integration.

Um die Integration zu beschleunigen, wird zurzeit die Einrichtung des "Hauses der Integration" vorbereitet. Das Jobcenter, die Agentur für Arbeit und das Ressort für Zuwanderung werden ab Mitte Januar unter einem Dach die Betreuung von Flüchtlingen anbieten. "Verkehrstechnisch ist der Standort an der B 7 neben dem Mediamarkt ideal", sagt Hans-Jürgen Lemmer. Nachdem es vor einem Jahr vor allem darum gegangen sei, den Menschen schnell ein Dach über dem Kopf zu bieten, stünden nun die Sprachausbildung und die Vermittlung von Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten im Vordergrund.

Von den 8862 Flüchtlingen sind 3926 anerkannt. 4371 Menschen sind noch nicht anerkannt oder ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Außerdem werden 329 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Wuppertal betreut.

"Die Flüchtlingszahlen sind rückläufig. Das liegt zum einen an den politischen Entwicklungen in Europa, aber auch daran, dass seit zwei Monaten die Residenzpflicht gilt", erklärt Lemmer. Für die Dauer von maximal drei Jahren müssen Flüchtlinge im Bundesland ihrer Erstzuweisung leben. Jetzt soll eine weitere Wohnsitzauflage innerhalb Nordrhein-Westfalens greifen. "Das macht für Städte wie Wuppertal die Zuwanderung berechenbarer", sagt Lemmer.

(ab)
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