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Wuppertal
Das Veterinäramt rettet 54 Hunde und drei Katzen

Wuppertal. Im Rahmen einer Tierschutzkontrolle durch das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) sind jetzt 54 Hunde und drei Katzen gerettet worden. Alle Tiere seien unter unsagbar erbärmlichen Zuständen gehalten worden. Sie waren in zwei Unterkünften auf dem gleichen Grundstück amtlich sichergestellt worden.

"Der Fall zeigt, wie wichtig die Arbeit des BVLA für einen aktiven Tierschutz ist", sagt Dezernent Matthias Nocke. "Auch die interkommunale Zusammenarbeit hat gut funktioniert, denn alle sichergestellten Tiere konnten schnell in verschiedenen Einrichtungen untergebracht werden."

Die beiden Tierhalter waren offenbar als Pflegestelle für verschiedene Tierschutzorganisationen tätig. Alle Hunde sollen in den vergangenen Monaten durch diverse Organisationen aus dem Ausland eingeführt worden sein - 33 mazedonische Impfpässe wurden sichergestellt. Die Gebäude und Zwinger waren stark verschmutzt und mit Gegenständen zugestellt. Viele Hunde saßen in kleinen Transportboxen, viele saßen im Dunklen und waren offensichtlich krank: Hauterkrankungen, Parasitenbefall, Erkrankungen des Bewegungsapparates. Am Abend entdeckte das BVLA hinter einem zugestellten Kellerzugang noch drei weitere Hunde, die die Tierhalterin nicht angegeben hatte. Der Vorgang wird an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Es soll ein Tierhalte- und Betreuungsverbot für beide Tierhalter ausgesprochen werden.

Alle Tiere wurden zur Vermittlung freigegeben. Allerdings werden bis zur Vermittlungsfähigkeit Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro entstehen, sagt Dagmar Senczek, Tierärztin beim Veterinärsamt. Interessierte können sich unter veterinaeramt@solingen.de per Mail melden.

(neuk)
 
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