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Wuppertal
Das Ziel ist: mehr Forschung im Zoo

Wuppertal. Der 27-jährige Severin Dreßen ist der neue Kurator im Grünen Zoo Wuppertal.

Was macht eigentlich ein Kurator? "Er kümmert sich darum, dass der Zoo funktioniert", sagt André Stadler, jahrelang der einzige Kurator des Grünen Zoos Wuppertal. Da die Anforderungen an den Beruf stark gestiegen sind und das Kümmern jede Menge verwaltende Aufgaben umfasst, hat er seit November Verstärkung erhalten: Severin Dreßen.

Der 27-jährige Biologe hat sich trotz seines jungen Alters in der europaweiten Stellenausschreibung durchgesetzt. Rund 80 Personen hatten sich beworben. Schon als Kind wollte er Biologie studieren und in einem Zoo arbeiten. "Als ich sieben war, habe ich hier in Wuppertal die Eröffnung der Elefantenanlage miterlebt. Das war die Initialzündung", so der gebürtige Kölner.

20 Jahre später hat Severin Dreßen schon viel von der Welt gesehen - immer der Tiere wegen. "Ich habe an ganz vielen verschiedenen Orten als Tierpfleger gearbeitet, um einen Einblick in die Abläufe zu erhalten. Denn nur ein Studium reicht nicht für kuratives Arbeiten", verrät der neue Kurator. So war er studienbegleitend im Berliner Zoo als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Gerade hat er seine Doktorarbeit in Oxford abgeschlossen und dafür viel geforscht. Das kommt ihm an seiner neuen Arbeitsstelle zugute. "Das ist ein Ziel, mit dem ich hier eingestellt worden bin: André Stadler und ich wollen Forschungsprojekte anstoßen. Jetzt haben wir die personellen Kapazitäten dafür." Dafür blieb bislang kaum Zeit.

André Stadler erklärt: "Ein Kurator ist Teil des Leitungsteams und schlägt unter anderem vor, welche Tiere gehalten werden und wie. Dazu müssen beispielsweise Gehege konzipiert werden. Wir kümmern uns auch um die Ausbildung der neuen Tierpfleger und führen die Zuchtbücher. Außerdem betreiben wir Öffentlichkeitsarbeit." War André Stadler mal nicht da, musste ihn der Zoodirektor vertreten - "oder die Arbeit blieb liegen".

Der Zoo ist in Reviere aufgeteilt. Wer welches Revier übernimmt, soll in den nächsten Wochen geklärt werden. Während Stadler seine Schwerpunkte bei den Fleischfressern und den Huftieren sieht, ist der neue Kollege da ganz offen.

(jnw)
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