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Wuppertal
Die Elberfelder City macht sich schick

Wuppertal: Die Elberfelder City macht sich schick
Die Pflasterarbeiten in Elberfeld sind in vollem Gange. FOTO: Anna Schwartz
Wuppertal. Nicht nur am Döppersberg putzt sich die Stadt heraus. Auf 5000 Quadratmetern wird auch der Bodenbelag in der Fußgängerzone erneuert. Beinahe die Hälfte der Arbeiten ist abgeschlossen - zum Beispiel am Mäuerchen. Von Friedemann Bräuer und Andreas Boller

Das Projekt "Neues Pflaster Elberfeld" schreitet zügig voran: 5000 Quadratmeter sind geplant und 2000 davon sind bereits fertig. Sie werden von den Passanten eifrig mit Füßen getreten: 1,5 Millionen Euro lässt sich die Stadt das neue Pflaster in der Elberfelder Innenstadt kosten. Davon sind seit Februar dieses Jahres rund 550 000 Euro verbaut worden und haben dafür gesorgt, dass die Fußgängerzone ein erheblich freundlicheres Gesicht erhalten hat. Die Zeit drängt, denn Ende 2018 wird der neue Döppersberg eröffnet. Bis dahin muss ein optisches Gegengewicht zur neuen Wuppertaler Mitte geschaffen sein.

Vor allem die stark frequentierte Schwanenstraße hat von den bisherigen Arbeiten profitiert. Die Achse von der Morianstraße bis zum Wall und in Verlängerung mit der Schlössersgasse bis zum Von-der-Heydt-Platz ist deutlich schneller durchgehend erneuert worden als geplant. Nachdem nun der Zwickel am Mäuerchen zwischen Wall und Armin-T.-Wegner-Platz ein neues Gesicht erhalten hat, bleiben nur noch Restarbeiten an Schachtdeckeln, Gebäudeanschlüssen und Anschlusspunkten.

Ab Montag begannen die ersten Aushubarbeiten im Wirmhof. Zwischen Herzogstraße und Armin-T.-Wegner Platz soll das Pflaster dem Design des Turmhofviertels und der neu gestalteten Schwanenstraße auf rund 600 Quadratmetern angepasst werden. Und zwar bis voraussichtlich Ende Oktober, bevor die Straßenbauarbeiten dann in die Winterpause gehen, in der der Weihnachtsmarkt installiert wird.

Anfang des Monats hatten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) bereits die Arbeiten an den zu erneuernden Fernwärmeleitungen in der Schönen Gasse in Angriff genommen. Demnächst folgen Arbeiten an den Versorgungsleitungen. Dafür ist eine Bauzeit bis Ende des Jahres veranschlagt, bevor 2018 auch dort die Pflasterung erneuert wird.

Die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge und der Anlieferung des Einzelhandels lässt grundsätzlich in allen Bauabschnitten nur einen schrittweisen Baufortschritt in Teilstücken zu je 25 Metern zu. Dabei wird darauf geachtet, dass die Arbeiten möglichst vor den Ladenöffnungszeiten erledigt werden. Dennoch werden sich Behinderungen nicht vermeiden lassen. Matthias Zenker, Vorstandsmitglied der IG1, lobt die Stadt. "Prima Arbeit wurde da bisher geleistet. Davon konnte ich mich gerade noch bei einem Gang durch die City überzeugen. Dass man bisher schneller fertig wurde, als ursprünglich veranschlagt, ist alles andere als selbstverständlich. Die Arbeit war bislang im wahrsten Sinne des Wortes ihr Geld wert", sagt Zenker.

"Die Stadt wird in den nächsten Jahren viel Geld in die Fußgängerzonen in Elberfeld und Barmen stecken", sagt Volker Dittgen, Vorsitzender des Verkehrsausschusses. Da die Optik der Fußgängerzonen dringend verbessert werden müsse, sei es gerechtfertigt, das wenige Geld, das zur Verfügung stehe, vorrangig in die Fußwege und Plätze zu investieren, anstatt kaputte Straßen zu reparieren.

Matthias Zenker sieht aber auch neue Probleme. "Leider ist an vielen Stellen schon wieder eine erhebliche Verschmutzung zu verzeichnen. Da wollen die Bürger einerseits, dass alles schön und gefällig aussieht, und auf der anderen Seite wird gedankenlos Kaugummi auf den Boden gespuckt, das von der Stadtreinigung mühsam und kostenintensiv entfernt werden muss. Zenker und seine Mitstreiter der IG1 überlegen deshalb, einen Bußgeld-Katalog zu erstellen. Wer Kaugummi aufs Pflaster spuckt, sollte daran denken, dass das für seinen Geldbeutel schmerzhafte Konsequenzen haben kann.

Quelle: RP
 
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