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Wuppertal
Die Idee Bus- und Radweg auf der Talachse lebt auf

Wuppertal. Der Umbau des Döppersberg und das damit verbundene Parkhaus für Fahrräder belebt eine Idee neu, die unregelmäßig immer wieder über die Rathausflure geistert. Es geht um die Frage, ob es sinnvoll ist, den Döppersberg und den Alten Markt in Barmen auch über einen Radweg miteinander zu verbinden. Bisher ist dieser Plan an Bedenken der Verkehrsplaner gescheitert. Doch die durch die Nordbahntrasse stark gestiegene Zahl von Fahrradfahrern könnte daran etwas ändern.

"Diese Idee gibt es eigentlich schon sehr lange. Sie wurde auch schon einmal geprüft. Damals hieß es, die B7 sei zu stark befahren", sagt Claudia Hardt. Ein Denkverbot verbindet die CDU-Ratsfrau damit aber ausdrücklich nicht. "Wir würden uns dem bestimmt nicht verschließen", sagt sie. Die Friedrich-Engels-Allee ist zwischen Elberfeld und Barmen eine der sehr viel befahrenen Straßen in Wuppertal. Sie ist vierspurig. Staus gibt es eher selten. Deren Zahl wird aller Voraussicht nach weiter sinken, wenn die neue Schwebebahn in den Normalbetrieb geht. Durch kürzere Zeitabstände zwischen den einzelnen Wagen wollen die Stadtwerke die Kapazität des Verkehrsmittels noch steigern. Heute nutzen in der Spitze schon bis zu 80 000 Menschen die Schwebebahn. Je mehr über die Straße und die Wupper schweben, desto weniger fahren mit dem Auto über die Friedrich-Engels-Allee.

Dann könnte möglich werden, was auch Anja Liebert von den Grünen für eine gute Idee hält. "Ich persönlich bin für eine gemeinsame Bus-Radspur auf der Talachse zwischen Elberfeld und Barmen", sagt die Fraktionsvorsitzende. "Am Haspel gibt es so ein Teilstück schon. Ich habe bisher noch von keinem einzigen Unfall gehört", sagt sie. "Ich stelle mir vor, wir würden die Spur bis zum Döppersberg durchziehen und dort von der Straße eine Spur für Fahrradfahrer reservieren."

Dass die neue Schwebebahn den Busverkehr über die Friedrich-Engels-Allee vollständig ersetzen kann, glaubt die Grüne nicht. "Die Busse übernehmen ja auch eine Feinverteilung beispielsweise zum Klinikum." Liebert verweist auch auf eine Idee des Vereins Neue Ufer, der den Radverkehr teilweise auf das Wupperufer verlegen will.

Weniger euphorisch ist Klaus Lang vom ADFC, was Fahrradfahren auf der B7 angeht. "Wir favorisieren eine Strecke über Wolkenburg und Siegesstraße." Die Steigung sei überschaubar und kein Hindernis.

(ll)
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