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Wuppertal
Die Popstars kommen wieder

Wuppertal. Nena und Anastacia zählen zu den prominenten Gästen der Uni-Halle. Von Dominique Schroller

Nena kommt in ein paar Tagen nach Wuppertal, Anastacia ist im März zu Gast. Beide wollen die Uni-Halle rocken "Anastacia ist zum ersten Mal hier. Die Agentur hat eine Nischen-Arena für mehr als 3000 Leute gesucht und da sind wir ins Spiel gekommen", sagt Frank Herfeld. Für den Hallenmanager ist das ein sicheres Indiz dafür, dass die Stadt mit ihrem Mehrzweck-Bau wieder im Geschäft ist. Nach der Brandschutz-Sanierung 2013 waren die Buchungen zunächst ausgeblieben. "Bei den Tourneeveranstaltern waren wir vom Schirm. Sie fragen anderthalb Jahre im Voraus an. Und da wir ihnen aufgrund der Bauarbeiten nichts Konkretes anbieten konnten, sind sie weggeblieben", so Herfeld.

Entsprechend schwierig war es, die Uni-Halle nach Abschluss der Arbeiten wieder zu vermarkten. "Wir haben sehr viele Klinken geputzt und mussten für die ersten Veranstaltungen Sonderkonditionen anbieten." Inzwischen hätten die Agenturen aber gemerkt, dass sie sich in Wuppertal auf bewährte Partner verlassen könnten. Die Uni-Halle sei bekannt für ihren Service. Die Veranstalter nähmen dafür sogar in Kauf, auf Nebelmaschinen und Pyrotechnik weiter komplett verzichten zu müssen. Bis Juni 2017 sei die Arena gut gebucht, und nach der Sommerpause soll es im September weiter gehen.

Wie lange, ist allerdings noch offen, denn die Betriebsgenehmigung läuft erst einmal nur bis 2019. Grund ist die Dachkonstruktion, die einer regelmäßigen Prüfung bedarf. "Solange baulich nichts im Argen liegt, können wir noch 20 Jahre weiter machen", sagt Herfeld. Dieses Signal erhofft er sich im nächsten Jahr auch von der Stadtspitze, "um langfristig planen zu können. "

Für die Uni ist eine Verlängerung der Betriebsgenehmigung genauso wichtig. Mit 115 Kursen pro Woche ist die Halle ausgelastet. Der Vertrag mit der Uni läuft noch 20 Jahre. Sie deckt mit ihrer Miete 44 Prozent der jährlichen Betriebskosten von 300 000 Euro. "Mit den Einnahmen aus Veranstaltungen kommen wir auf rund 450 000 Euro im Jahr", sagt Herfeld. Für die eine Million Euro Jahresmiete an das Gebäudemanagement gebe es aber keine Deckung.

Quelle: RP
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