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Wuppertal
Die Schuler-Stiftung will sich mehr einmischen

Wuppertal. Die Schuler-Stiftung ist nicht gerade klein, agiert aber überwiegend im Stillen. Bisher jedenfalls. 1989 hatte das mittlerweile verstorbene Unternehmer-Ehepaar Hartmut und Lore Schuler (Elba) die Stiftung ins Leben gerufen und mit zunächst einer Million Mark Kapital ausgestattet, um junge Menschen in den Bereichen Kunst und Wissenschaft sowie besondere kulturelle Interessen zu fördern.

Seither hat die Stiftung 150 Studenten mit Stipendien unterstützt, die sich auf 800 000 Euro summieren. Derzeit fördert die Organisation fünf bis zehn Studenten im Jahr, die maximal 650 Euro im Monat bekommen, meist bis zu einem Jahr. "Wir sehen zu, dass sie bis zum ersten Abschluss kommen", sagt Peter Krämer, Vorsitzender des Kuratoriums.

Bevor die Bewerber überhaupt in die Auswahlrunde kommen, "müssen alle bei mir zuhause antreten", sagt der frühere Wirtschaftsförderer Hagen Stölting, der mit dem ehemaligen Sparkassen-Vorstand Norbert Brenken den Vorstand der Stiftung bildet. Stölting hat dabei eine sichere Hand: "95 Prozent unserer Studenten sind etwas geworden", sagt Krämer.

Auf der Liste der geförderten Projekte - eine halbe Million Euro wurde seit 1989 ausgeschüttet - geht es querbeet durchs Kulturleben von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft über die Sternwarte am Carl-Fuhlrott-Gymnasium bis zu Müllers Marionettentheater. Jetzt werden die Geigerin Rosi Dasch sowie der Jazzmusiker und Kulturveranstalter Erhard Ufermann mit dem unregelmäßig verliehenen Preis ausgezeichnet.

Künftig will sich die Stiftung aber "mehr als bisher einmischen", sagt Krämer. Die Stiftung sehe ihre Aufgabe darin, eine Initialzündung auszulösen. "Es gibt viele Projekte, die sich mit relativ kleinen Beträgen realisieren lassen."

(ang)
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