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Wuppertal
Die Stadtwerke blamieren sich, Plakate kommen weg

Wuppertal. Mit einer witzigen Werbekampagne wollten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) ihre Fahrgäste dazu bringen, nur noch vorn in ihre Busse einzusteigen. Doch zu viele Menschen fanden die Plakate nicht witzig. Einige zeigten Menschen - darunter eine junge Frau - , die ein erschrockenes Gesicht machen, darüber ist "Hinten rein?" zu lesen. "Das war schon eine Kampagne mit Augenzwinkern", sagt WSW-Sprecher Holger Stephan.

Besonders das Bild der jungen Frau bekam in den Sozialen Medien des Internets viel Aufmerksamkeit. Nicht allen gefiel die sexuelle Anspielung dabei. Es gab amüsierte Kommentare, aber auch Reaktionen wie "Voll daneben", "Einfach nur widerlich", "Sexismus pur" oder "In heutiger Zeit fehl am Platz".

"Wir waren schon überrascht über diese Reaktionen", sagt Stephan. "Aber wenn wir dem einen oder anderen auf die Füße treten", wollten sie nun lieber auf die Motive verzichten. Die Kampagne sei insgesamt umfangreicher, die WSW würden jetzt nur mit den übrigen Motiven werben. Was die Kampagne und das Entfernen der Bilder koste? "Kann ich Ihnen nicht sagen", sagt Stephan.

Ziel der Kampagne ist, die Regel des Vorn-Einsteigens klarer zu erklären. Die Kunden seien verunsichert gewesen, so Stephan. Nun gilt: Fahrgäste müssen immer vorn einsteigen - mit wenigen Ausnahmen. Diese sind die Haltestellen Wall/Museum, Morianstraße, Karlsplatz, Ohligsmühle, Brausenwerth, Alter Markt und Oberbarmen. Wenn an Schulen mehr als 30 Personen einsteigen wollen, dürfen sie das auch durch die hinteren Türen. Für Menschen mit Behinderung, Kinderwagen oder Gepäck gilt das ebenfalls. Durch den Einstieg vorn wollen die Stadtwerke besser kontrollieren, wer zahlt.

(kati)
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