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Wuppertal
Döppersberg: Mehrkosten sind jetzt gedeckt

Wuppertal. Den Sparstrumpf seiner Ur-Oma hat Johannes Slawig (CDU) nicht gefunden. Er hätte sich nach eigenem Bekunden auch geweigert, ihn für die Finanzierung der Mehrkosten für den Umbau des Döppersbergs einzusetzen. Der Stadtkämmerer ist sicher, die fehlenden 13 Millionen Euro seriös und so decken zu können, dass an anderen Vorhaben nicht gespart werden muss. "Aber es ist ärgerlich, dass wir die 13 Millionen Euro nicht für andere Maßnahmen ausgeben können", sagt Slawig. Denn die Summe ist vorhanden.

Die Linke im Stadtrat nutzt die Mehrkosten, um abermals gegen das Projekt zu wettern. Der Leuchtturm werde nun ein Denkmal für die Mentalität, mit der die Rathauskooperation aus SPD und CDU "an den überzogenen Plänen festhält".

Slawig will dem Rat am 14. November vorschlagen, die Hälfte der Mehrkosten über die 35 Millionen Euro Rücklagen zu decken, die aus dem Verkauf der Stadtwerkeanteile an das RWE im Jahr 2002 geschaffen worden sind. Damals erhielt die Stadt 90 Millionen Euro. Zwei Drittel wurden für den Schuldendienst nach dem Verkauf der Kliniken an den Helios-Konzern geparkt. Der wollte zwar die Krankenhäuser übernehmen, nicht aber deren Verbindlichkeiten von 66 Millionen Euro.

Die restlichen 30 Millionen Euro wurden laut Slawig für die Finanzierung von Projekten im Zusammenhang mit der Regionale 2006 zurückgelegt. Damals gab es noch Zinsen, wodurch die Summe auf 35 Millionen Euro anwuchs. Sie steckt in großen Teilen bereits im Döppersberg. "Aber 6,5 Millionen Euro können wir noch für die Deckung einsetzen." Die restlichen 6,5 Millionen Euro will er über mehrere Jahre strecken und mit Kreditmitteln finanzieren, die vom Rat zwar genehmigt, aber von der Verwaltung nicht abgerufen wurden.

(ll)
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