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Wuppertal
Ein Franzose spürt dem Bernsteinzimmer im Tal nach

Wuppertal. Das Bernstein-Zimmer ist weltberühmt. Und auch die Wuppertaler Gruppe um Karl-Heinz Kleine, die seit vielen Jahren im Tal nach dem verschollenen Schatz suchen, zieht immer wieder Aufmerksamkeit auf sich. Jetzt ließ sich ein Journalist des Magazins der französischen Boulevard-Zeitung "Le Parisien" erklären, warum das Bernsteinzimmer in Wuppertal sein könnte und wo die Gruppe schon gesucht hat.

Wilfried Fischer und Dennis Issel öffnen Stéphane Loignon die dicke Metalltür, die in die feuchte Dunkelheit eines Bunkers an der Westkotter Straße führt. Wilfried Fischer vertritt den eigentlichen Initiator der Suche, Karl Heinz Kleine. Der ist wieder in seine alte Heimat Leipzig gezogen, dirigiert aber auch von dort die Suche, für die er immer noch brennt: "Ich bin überzeugt, dass das Bernsteinzimmer in Wuppertal ist, hundertprozentig!" Der erneute Medienbesuch bestätigt ihn: "Toll, dass sich jetzt auch die Franzosen dafür interessieren, die haben sich bisher zurückgehalten", sagt er am Telefon.

Der Schein von Wilfried Fischers Helmlampe leuchtet über Müll und Schutt auf dem Boden, eine verrostete Tür. Der Besucher macht sich Notizen, fragt auf Englisch, sein Fotograf übersetzt ins Deutsche. Es geht in weitere Räume, überall sind kleine Toilettenzellen ohne Türen, verrostete Frischluftpumpen, alte Kabel. Und Scherben, alte Dosen. "Da hinten haben wir gebohrt", sagt Fischer, zeigt auf ein etwa 40 Zentimeter großes Loch in der Wand. Was sie gefunden haben? "Nichts", sagt Fischer. Trotzdem wollen sie da weiter machen, "auf jeden Fall" Auf das Thema Bernsteinzimmer ist Loignon gestoßen, als 2015 im masurischen Marmeki das Bernsteinzimmer-Fieber ausbrach. Seither befasst er sich mit dieser Schatzsuche.

(kati)
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