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Wuppertal
Ein Millionengeschenk für die Heimatstadt

Wuppertal. "Als älterer Mensch ist die Freude am Geben größer als die am Nehmen", sagte Jörg Mittelsten Scheid ein wenig kokett in der Villa am Boltenberg, die seinen Namen trägt. Er schenkt der Universität, dem Zoo, der Wuppertal-Bewegung und dem Verein Kindertal insgesamt 1,5 Millionen Euro. Anlass ist der 80. Geburtstag, den Mittelsten Scheid am 7. Mai feierte.

"Ich bin seit 50 Jahren wieder hier, und ich lebe sehr gern in Wuppertal", sagte Mittelsten Scheid. Er hätte sich wahrscheinlich woanders niedergelassen, wenn seine Lebensplanung nicht vom Ruf seines Onkels Erich beeinflusst worden wäre. Eigentlich strebte er eine Hochschulkarriere an und war als promovierter Völkerrechtler auch auf einem sehr guten Weg dahin. Doch der Onkel erkannte offenbar ein Unternehmertalent und holte ihn nach Wuppertal zur Vorwerk & Co. KG. Er sollte recht behalten. Der andauernde Erfolg des Konzerns, der Geräte wie den Kobold und den Thermomix herstellt, geht nicht zuletzt auf einen Strategiewechsel Mittelsten Scheids zurück.

Doch die Liebe zur Hochschule ist nie erkaltet. Das drückt sich auch in den 500 000 Euro aus, die der Jubilar der Wuppertaler Universität schenkt.

Dass der Zoo auf die Unterstützung von Mittelsten Scheid zählen kann, hat Tradition. Die Familie des Ehrenbürgers war es schließlich, die den Pinguinen eine außergewöhnlich schöne Anlage verschafft hat. Nun kann Zoo-Direktor Arne Lawrenz dank des 500 000-Euro-Geschenks ein weiteres Projekt umsetzen. Das gilt ebenso für die Wuppertal-Bewegung.

Dass auch Mittelsten Scheids Ehefrau Vivica einen symbolischen Scheck entgegennehmen durfte, liegt an ihrer Schirmherrschaft für den Verein Kindertal. Er wird von Jörg Mittelsten Scheid mit 50 000 Euro unterstützt.

(ll)
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