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Wuppertal
Für die Bergische Sonne wird ein Käufer gesucht

Wuppertal. "Wegen Umbauarbeiten ist das Schwimmbad bis auf Weiteres geschlossen": Das Schild am Eingang der Bergischen Sonne hängt schon länger. Betrieb herrscht in dem ehemaligen Freizeitbad auf Lichtscheid seit 2012 nicht mehr. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache. Ein Wuppertaler Maklerbüro unterstützt die russische Eigentümerin, einen neuen Besitzer zu finden. Die Wuppertaler Wirtschaftsförderung stellt das Objekt in der kommenden Woche auf ihrer Investorentour vor.

Es habe bereits mehrere Gespräche mit Interessenten gegeben, erklärt Makler Hans M. Stephan. Der Standort würde sich für ein Wellness-Hotel anbieten, "mit Saunalandschaft und Schwimmbereich". Diese Idee hatte auch Olga Kharitonova, Gründerin der Finader GmbH, verfolgt und im Inneren schon mit der Entkernung begonnen. Im leergeräumten Bereich sind Umrandungen auf dem Boden zu erkennen. "Hier sieht man, wo der Hotelbereich entstehen sollte", erklärt Stephan beim Rundgang. Denn die ehrgeizigen Pläne ließen sich nicht umsetzen. Auch, weil der finanzielle Rahmen der Finader dann doch enger gesteckt werden musste. "Jetzt suchen wir einen Käufer", erklärt Stephan. Er war in den 1990er Jahren Geschäftsführer der Bergischen Sonne und stieg Ende 2015 mit ins Boot. Auch aus alter Verbundenheit zum Objekt, wie er bekräftigt.

Um ungebetene Gäste fernzuhalten, wird das Areal, das größtenteils unangetastet wirkt, überwacht. An vielen Stellen ist noch zu erkennen, dass die ursprünglichen Erbauer einiges investiert haben. "Das hier sind zum Beispiel Original-Steine aus den USA", erklärt Stephan im ehemaligen Eingangsbereich. Weiter unten hängt noch der typische Saunageruch in der Luft. Die Anlagen wirken so, als könnten Besucher noch ein Hitzebad nehmen. Gelitten habe zwar das Dach an einigen Stellen, räumt der Makler ein. "Aber auch das lässt sich beheben." Gut 1,6 Millionen Euro würde das Bad kosten, dazu käme natürlich noch der Umbau.

"Das ist hier einfach ein Potenzialstandort. Hier muss sich etwas tun", betont auch Rolf Volmerig von der Wirtschaftsförderung. Mehrere Nutzungsvarianten seien im Gewerbegebiet möglich, eben auch als Hotel. "Dafür gebe es bereits eine Genehmigung", sagt Makler Stephan. Und natürlich könnte ein Investor auch wieder ein Freizeitbad dort eröffnen - oder ganz abreißen.

(est)
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