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Wuppertal
Goldene Menora für Professor Bertold Klappert

Wuppertal. Professor Bertold Klappert (77) ist Träger der Goldenen Menora. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Jüdische Kultusgemeinschaft Wuppertal die Jahrzehnte währende Freundschaft des Gelehrten für Systematische Theologie zu den Juden im Bergischen Land. Klappert ist regelmäßiger Gast in der Synagoge in Barmen, aber auch in Moscheen Wuppertals. Er versteht sich als Mittler zwischen den Religionen. Auch das mag dazu geführt haben, dass die Gemeinde ihm die hohe Ehre zuteil werden ließ.

Denn Leonid Goldbergs Beschreibung des Alltags der Juden, auch in Wuppertal, war alles andere als ermutigend. "Wir fühlen uns nicht mehr sicher. Überall werden Juden beschimpft und angegriffen", sagte der Vorsitzende der Kultusgemeinde. Das Verhältnis Deutschlands und der Welt zu Israel beschrieb Goldberg als getrübt. Falschmeldungen über das Verhalten der Israelis gegenüber den Palästinensern fanden ebenso seine Kritik wie der Besuch des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel (SPD) im Iran. Der Iran gilt immer noch als einer der Hauptfeinde Israels.

Für die Stadt rief Bürgermeisterin Ursula Schulz (SPD) nicht zuletzt angesichts der Flüchtlinge dazu auf, einander die Hände zu reichen. Wer Hilfe brauche, dem müsse geholfen werden. Das sieht Goldberg ebenso, aber er sagte auch: "Da kommen keine Freunde Israels."

(ll)
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