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Wuppertal
Handel will um verkaufsoffenen Sonntag kämpfen

Wuppertal. Wieder ein Sieg für Verdi. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat jetzt einem Antrag der Gewerkschaft stattgegeben. Demnach bleiben die Geschäfte in Wuppertal am 2. Advent geschlossen. Nach Stand der Dinge findet der für 4. Dezember geplante Einkaufsbummel nicht statt. Das Gericht begründete seine Entscheidung unter anderem mit der Größe des Stadtgebietes, in dem die Geschäfte geöffnet sein sollen. Es bezweifelt, dass der Weihnachtsmarkt ohne Ladenöffnung mehr Besucher nach Elberfeld gelockt hätte als die geöffneten Geschäfte ohne Weihnachtsmarkt. Das aber ist eine notwendige Voraussetzung, wenn die Ladenöffnungszeit aus Anlass eines Festes oder eines Marktes ausgedehnt werden soll.

Für Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) ist das letzte Wort in dieser Sache aber noch nicht gesprochen. "Die Zeit wird knapp", sagte er zwar, ermunterte die Interessengemeinschaften der Elberfelder Einzelhändler aber, kurzfristig ein rechtstreues Konzept für die Sonderöffnung zu entwickeln. "Wenn wir das Konzept haben, kann die Verwaltung es prüfen und dem Rat zur Entscheidung vorlegen", erklärte Mucke. Der Rat tagt am Montag. Danach gibt es keine Möglichkeit mehr, vor dem 4. Dezember eine Entscheidung des Gremiums zu bekommen.

Der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Ralf Engel, hat deshalb bereits Kontakt zu den Einzelhändlern aufgenommen. "Die Entscheidung des Gerichtes war ja so zu erwarten", sagte er. "Wir sind dabei, noch etwas hinzukriegen, damit es beim geplanten verkaufsoffenen Sonntag bleiben kann."

Auch für Daniel Kolle ist es nicht unmöglich, dass Wuppertaler am 2. Advent durch Geschäfte in Elberfeld bummeln können. Der Gewerkschaftssekretär hat zwar durch seinen Antrag selbst erreicht, dass der Verwaltungsrichter den Wuppertalern in die Parade fuhr. Wenn es gelänge, einen Plan für offene Geschäfte auf einem Gebiet in Elberfeld zu entwickeln, das den gesetzlichen Vorgaben entspricht, sei das für Verdi in Ordnung. "Aber für den 4. Dezember ist die Zeit wohl zu knapp." Den Vorwurf, dass Verdi dem Einzelhandel schadet, will Kolle nicht gelten lassen. "Wir kämpfen auch gegen offene Sonntage beispielsweise in Solingen, Remscheid und Düsseldorf." In der Diskussion gehe es nicht zuletzt auch um die Arbeitsbedingungen von etwa 10 000 Beschäftigten.

(ll)
 
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