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Wuppertal
IHK-Vize: "Die Seilbahn ist ein veraltetes Konzept"

Wuppertal. Der Wuppertaler Unternehmer und IHK-Vizepräsident Jörg Heynkes warnt davor, die Planungen für den Bau einer Seilbahn vom Hauptbahnhof in Elberfeld über die Bergische Universität auf die Wuppertaler Südhöhen weiter voranzutreiben. Die Seilbahngegner hätten einige gute Argumente gegen das mit 87,2 Millionen Euro veranschlagte Bauprojekt vorgebracht. Für besonders gravierend hält der Unternehmer dabei die Tatsache, dass bei der Berechnung der potenziellen Wirtschaftlichkeit und volkswirtschaftlichen Bedeutung der Seilbahn von einer Auslastung der Bahn durch die Studenten der Universität an 300 Tagen im Jahr ausgegangen wird.

Die Studenten als Hauptnutzer der Bahn würden aber nur an 150 Tagen - nämlich in den Semestern - die Seilbahn in dem angenommenen Maße nutzen. "Dies ist nicht berücksichtigt. Das reduziert die Wirtschaftlichkeit erheblich und erweckt den Eindruck, dass die Initiatoren dieses Projekts sich die Seilbahn schön rechnen wollen", ist Heynkes überzeugt. Schon in der Vergangenheit hätten die WSW und die entscheidenden Politiker im Stadtrat strategische Fehler gemacht. Ein Beispiel sei das Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven, welches zu jährlichen Millionenverlusten für die WSW und damit für die Bürger der Stadt führe.

Statt Jahre an Planungszeit für ein unsinniges Bauvorhaben zu vergeuden, viel Geld für Planungskosten und Rechtsstreitigkeiten mit den Anwohnern auszugeben, sollte Wuppertal neue und zeitgemäße Mobilitätskonzepte erarbeiten. Eine Seilbahn sei keine Innovation, sondern ein uraltes und viel zu starres Mobilitätsinstrument. Jörg Heynkes ist seit Jahren deutschlandweit als Referent und Experte für Zukunfts- und Mobilitätsthemen unterwegs.

(Red)
 
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