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Wuppertal
"Intervention": Strategisch den Weltraum erobern

Wuppertal. Der 34-jährige Wuppertaler Daniel Frese hat ein Spiel entwickelt und auf der Spielemesse in Essen vorgestellt. Von Dominique Schroller

Mit der richtigen Strategie den Weltraum zu erobern, führt bei Intervention zum Sieg. "Das Spiel gewinnt in der letzten Phase viel Schnelligkeit und und es gibt mehrere Möglichkeiten es zu beenden: den Gegner zu erobern, Siegpunkte zu sammeln oder durch Forschung zum Erfolg zu kommen", erklärt Daniel Frese. Der Wuppertaler hat sein erstes selbst entwickeltes Brettspiel auf der Messe in Essen vorgestellt. "Es kommt bisher sehr gut an."

Ein Jahr lang hat er an Idee und Ausführung getüftelt und möchte mit seiner Idee eine Lücke schließen. "Als leidenschaftlicher Spieler hat mir immer eine taktische Herausforderung gefehlt, die sich aber in einer überschaubaren Zeit bewältigen lässt." Über einen doppelseitigen Spielplan bietet Intervention eine kürzere und eine längere Variante. "Mir war die Mischung wichtig, damit es sich mit der Familie ebenso spielen lässt wie im Freundeskreis", sagt Daniel Frese. Sein Anspruch ist, alle Beteiligten bis zur letzten Runde einzubinden und Spaß zu vermitteln. Die Regeln seien einfach, sie basierten auf Prinzipien, die von Monopoly und Memory bekannt seien. "Es gibt beispielsweise viele Karten, die aufgedeckt werden müssen. Das ist besonders für Kinder spannend, die immer wissen wollen, was sich darunter verbirgt."

Der Versicherungskaufmann hat das Spiel in seiner Freizeit entwickelt und im Selbstverlag mit eigenen Mitteln auf den Markt gebracht. "Dabei habe ich viel Lehrgeld gezahlt, doch ich wollte nicht, dass mir jemand in mein Projekt hineinredet." In mehr als 150 Proberunden hat er seine Idee immer weiter verfeinert. "Das ganze Spiel ist dynamischer geworden und ich habe nach und nach die Regeln festgelegt." Erst am Eröffnungstag der Messe hielt er sein Werk erstmals in den Händen. "Das war schon ein besonderes Gefühl." Der Erfolg ist ihm gar nicht so wichtig. "Es steht mein Name drauf, das ist entscheidend."

Die Idee für seine nächste Entwicklung hat er bereits im Kopf. Diesmal möchte er vor allem den Nachwuchs begeistern. "Kinderspiele müssen lustig sein und gleichzeitig einen Lerneffekt haben. Meistens sind es süße Tiere, die Geräusche machen oder Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen." Der 34-Jährige möchte Hunde zu seinen Protagonisten machen, mehr aber noch nicht verraten.

Inspiration schöpft er aus eigenen Erfahrungen und Anregungen von Freunden. "Wenn sie erzählen, keimen oft schon die ersten Ansätze." Zu seinen Lieblingsspielen zählen Klassiker wie Risiko, Cluedo und Mensch ärgere Dich nicht. "Sie haben simple Regeln und führen alle zusammen an einen Tisch."

Der Trend entwickle sich aber zu komplexeren Rollenspielen, in denen die Teilnehmer sich in verschiedene Charaktere hineinversetzen müssen, um zusammen eine fiktive böse Macht abzuwehren. "Alle gewinnen oder verlieren gemeinsam. Der Gegner ist nicht eingeschnappt, weil er nicht wirklich existiert."

Quelle: RP
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