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Wuppertal
Kinderbuch "Milli Hasenfuß" ist preisverdächtig

Wuppertal. Ulrike Möltgens "Milli Hasenfuß" ist preisverdächtig. Das findet jedenfalls die Jury, die das neue Kinderbuch der Wuppertaler Illustratorin, das im Mannheimer Verlag Kunstanstifter erschienen ist, für den German Design Award nominiert hat. Dass Leuten vom Fach ihr Kinderbuch gefällt, freut die 43-jährige, die in Elberfeld wohnt, natürlich. Aber sie weiß auch, dass Erfolg ein Rätsel ist. Der "Mondbär", mit dem sie bekannt wurde, entwickelte sich zu einer echten Erfolgsgeschichte. Aus den "Mondbär"- Büchern wurden eine Fernsehserie und ein Kinofilm. Zu Beginn eines Buchprojekts wolle sie nicht wissen, was dabei herauskommt. "Ich will mich selber überraschen."

Während der Arbeit habe sie ihre kleinen Leser immer wieder im Kopf. Aber das könne ja nicht heißen, die eigenen Ideen links liegen zu lassen. "Man soll Kinder auch fordern. Angst vor Misserfolg ist da ein schlechter Ratgeber." Die Kinder würden merken, dass etwas mit Liebe gemacht ist -oder eben nicht.

Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich in der Elberfelder Buchhandlung Mackensen umschauen. Dort sind sechs Bilder ausgestellt, die Grundlage für die Buchillustrationen wurden. Bunte Collagen, die Möltgen aus Papier, groben Pinselstrichen, Wolle und Stoff zusammensetzte. "Ich arbeite weiterhin nur mit der Hand und nicht am Computer." Wie lange sie an einem Bild arbeitet, kann sie nur schwer sagen. Mal dauere es einen Tag, mal eine ganze Woche.

Eigentlich wollte die Schülerin von Wolf Erlbruch im Kleinformat arbeiten. Doch die Proportionen weiteten sich immer weiter aus: "Das Material hat seinen eigenen Willen." Am Ende breiteten sich die Entwürfe in der halben Wohnung aus. Der elfjährige Sohn und der Hund haben sich daran gewöhnt.

(dad)
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