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Wuppertal
Kleine Höhe: Andreas Mucke verspricht Transparenz

Wuppertal. Konstruktiv, offen, fair - so beschrieb Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) den Verlauf des Gespräches, zu dem er Vertreter der Bürgerinitiative Kleine Höhe eingeladen hatte. Dort soll die Forensik des Landes NRW gebaut werden. Die Fläche zwischen Wuppertal und Velbert-Neviges ist die Alternative zum Standort auf Lichtscheid. Der Stadtrat hatte sich mehrheitlich gegen die Fläche an der Müngstener Straße ausgesprochen, auf die das Land Zugriff hätte.

Die rot-grüne Landesregierung ist nun auch bereit, die Haftanstalt für psychisch kranke Straftäter auf der Kleinen Höhe zu errichten. Dort sollen auf zwei Hektar sieben Gebäude entstehen, wenn es der Stadt Wuppertal gelingt, einen Bebauungsplan aufzustellen. Die Bauarbeiten könnten 2019 beginnen.

Doch noch regt sich erbitterter Widerstand an der Kleinen Höhe. Umweltschützer und Anwohner protestieren gegen die Pläne. Im Gespräch mit Oberbürgermeister Mucke war schnell klar, dass die Stadt selbst wenig Spielraum hat. Mucke mochte den Bürgern keine falschen Hoffnungen machen. "Ich habe aber gesagt, dass Transparenz in dieser Frage für mich sehr wichtig ist." Er verspricht intensive Bürgerbeteiligung, verhehlt aber nicht, dass damit keine Mitentscheidungsbefugnisse verbunden sind. Die Stadt werde dem Land das Grundstück und dessen Erschließung nicht schenken.

Die Bürgerinitiative wertete das Treffen mit dem OB als "Auftakt zum Dialog". Sie listete eine Reihe von Fragen auf, die von Mucke unbeantwortet blieben, weil das Land dafür der richtige Adressat ist. So kann nur das Land sagen, warum Wuppertal nach den Gefängnissen am Simonshöfchen und in Ronsdorf eine weitere Vollzugseinrichtung zugemutet bekommt.

(ll)
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