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Wuppertal
"Lehrlöwen": Uni zeichnet ihre besten Dozenten aus

Wuppertal. Studierenden komplizierte Sachverhalte der Mathematik, Philosophie oder anderer Fachrichtungen näher zu bringen, ist nicht immer einfach. Von Carolin Scholz

Um Dozenten zu belohnen, die besonderen Einsatz zeigen, ihre Studenten zu motivieren und ihnen den Lernstoff beizubringen, gibt es an der Bergischen Universität den "Lehrlöwen". Dieser wird an Dozenten vergeben, die von ihren Studenten eine besonders gute Bewertung erhalten haben. Vier Lehrende wurden jetzt ausgezeichnet.

Dr. Christian Wyss' Fachgebiet ist Mathematik - genauer Funktionsanalysis. Seine Lehrveranstaltungen sind aber nicht für Studenten der Mathematik, sondern für die, die Auflagenkurse belegen. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel Ingenieurwesen, Physik oder Lehramt studieren und zu ihrem Hauptfach einen Mathematik-Kurs wählen müssen. Gerade deswegen sei es manchmal schwieriger, aber auch wichtiger, die Studierenden zu motivieren, dranzubleiben, sagt der Dozent.

Positive Rückmeldungen bekomme er oft dafür, dass er nicht nur Theorie vorbete, sondern auch Übungsaufgaben mitbringe. "Die Studis bekommen so ein direktes Feedback und sehen: ,Kann ich das auch, was der da vorne mir erzählt?'", sagt Wyss. Er wurde in der Kategorie "Lehrveranstaltungen mit 50 Teilnehmern und mehr" ausgezeichnet.

In der gleichen Kategorie bekam auch Prof. Dr. Manfred Hassebrauck den Lehrlöwen. Sein Fachgebiet ist Sozialpsychologie mit Schwerpunkt auf Paarbeziehungen. Die Vorlesungen, die in die Bewertung eingegangen sind, waren "Soziale Kognition" und "Soziale Interaktion". Ihm sei es wichtig, den Lernstoff mit aktuellen Beispielen zu unterfüttern: "Ich versuche immer, die Themen in den Lebensalltag der Studis zu bringen", sagt er. In der Kategorie "Lehrveranstaltungen mit unter 50 Teilnehmern" wurde Dr.-Ing. Karl Friedrich Schäfer prämiert. Sein Fachgebiet ist elektrische Energieversorgungstechnik. Den Innovationspreis ging an den Kulturphilosophen Prof. Dr. Gerald Hartung. Sein Fachgebiet sind Philosophiegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und Anthropologie. Viele Studierende sind bei ihm als Hilfskräfte aktiv. Bei regelmäßigen Teammeetings bekämen sie Einblick in den Apparat Uni. Diese Transparenz schätzten viele.

Quelle: RP
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