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Wuppertal
Mit mehr Metall im Programm

Wuppertal. Das Historische Zentrum bietet Führungen durch die Industriehistorie. Von Manuel Praest

Wuppertals Industriekultur als Erlebnis präsentieren - das hat sich das Historische Zentrum auf die Fahnen geschrieben. Sein "blaues Heft" hat dafür einiges zu bieten. Zu Themen wie Textil, Verkehr und Werkzeugindustrie sowie auch, jetzt verstärkt, zur Metallindustrie. Am 8. Juni, 14 Uhr, ist ein Abstecher zur Firma D. La Porte geplant, die seit 150 Jahren Schlösser fertigt.

Für die Textilindustrie verweist das "blaue Heft" auf das Bandwirkermuseum in Ronsdorf und das Bandwebermuseum auf Küllenhahn. Ein wichtiger Punkt: Die Geschichte soll lebendig werden. So werden zum Beispiel beim Besuch in der ehemaligen Lohnbandweberei Sohn (30. August) die Maschinen laufen. "Seit dem letzten Arbeitstag scheint die Zeit hier stehen geblieben zu sein", heißt es über den ehemaligen Familienbetrieb, in dem über drei Generationen lang Bänder gefertigt worden sind.

Viele der etwa 4500 Baudenkmale in der Stadt zeugen ebenfalls von der bedeutenden Wirtschaftsgeschichte des "deutschen Manchesters" und der Textilmetropole von europäischem Rang. Auch sie sind Anlaufpunkte einiger Führungen. Da sind Klassiker dabei wie "Der Elberfelder Ölberg - Alltag und Politik im Arbeiterviertel" am 27. September. Reiner Rhefus vom Zentrum kennt sie "aus "dem Effeff". Trotzdem mache das "viel Spaß" - mindestens genauso viel wie die neuen Themen. "Da habe ich so eine Art Entdeckerleidenschaft."

Neu ist "Wirtschaftsführer aus dem Briller Viertel" (22. September), an dem Größen wie Abraham Frowein und Carl Duisberg vorgestellt werden. Übrigens wird nicht immer nur gelaufen. Wer lieber radelt, sollte sich den 18. August vormerken. Dann lädt Arno Mersmann zur Radtour über die Nordbahntrasse. Die Stationen sind die ehemaligen Genossenschaften wie "Vorwärts", Bahnhof Heubruch, und "Befreiung", Bahnhof Ottenbruch.

Das "blaue Heft" liegt unter anderem im Rathaus und im Zentrum aus. Führungen kosten 5 Euro. Infos unter Telefon 0202/563-4375. Das Zentrum im Netz: www.historisches-zentrum.de

Quelle: RP
 
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