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Wuppertal
Moderne Defibrillatoren für die Oldtimer-Busse

Wuppertal. "Wir hoffen, dass wir sie nie anwenden müssen, aber es ist beruhigend, dass sie jetzt da sind", erklärt Martin Bang vom Wuppertal Marketing und schaut zufrieden auf die beiden flachen Kästen mit der Aufschrift AED, der Abkürzung für "automatischer externer Defibrillator". Die wurden jetzt von Dieter Rosenbaum, dem Niederlassungsleiter des Sponsors Dekra, an das Stadtmarketing und die Tourismusregion "Die bergischen Drei", vertreten durch Geschäftsführer Holger Piwowar, übergeben. Die lebensrettenden modernen Helfer bei Herzanfällen gehören ab sofort zur Ausstattung der ansonsten nostalgischen Oldtimer-Busse von Mercedes und Büssing, die vom Historischen Zentrum aus Stadtrundfahrten in Wuppertal unternehmen oder die Sehenswürdigkeiten des Bergischen Landes ansteuern.

"Die Stadtrundfahrten in Wuppertal können von Einzelpersonen gebucht werden, die Bergischen Touren sind Gruppenangebote", so Roland Schmidt, Vorstand der Stiftung Regionale Verkehrsgeschichte. Beide erfreuen sich bei Menschen jeden Alters großer Beliebtheit und sind fast immer ausgebucht.

"Die Busfahrer sind in der Handhabung der Defibrillatoren ausgebildet", versichert Martin Bang, doch Dieter Rosenbaum weist darauf hin, dass die Apparate auch von Laien anwendbar sind. So kann der Defibrillator per Sprachfunktion den Helfer anweisen, mit wie viel Druck und wie oft beispielsweise die Herzmassage vorgenommen werden muss. So muss im Fall des Falles nicht mehr auf das Eintreffen des Notarztes gewartet werden. "Bei einem Herzinfarkt ist augenblickliche Hilfe ganz wichtig", so Rosenbaum und erklärt: "Jede versäumte Minute mindert die Überlebenschance um zehn Prozent." 1600 Euro kostet so ein Defibrillator, der inzwischen auch an vielen öffentlich zugängigen Stellen platziert ist und aufgrund seiner einfachen Anwendbarkeit für schnelle Hilfe sorgt.

(fbw)
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