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Wuppertal
Nachts geht das Licht im Tunnel aus

Wuppertal. Schutz der Fledermäuse: In den Tunneln Dorp und Schee herrscht Dunkelheit.

Von Mitte Februar bis Mitte April bleibt es im Tunnel Schee nachts dunkel, ähnlich im Tunnel Dorp. Das ist die Regelung, die Stadt, die höhere Landschaftsbehörde und das Landesamt für Natur- und Verbraucherschutz getroffen haben, um sowohl Trassennutzern als auch Fledermäusen gerecht zu werden.

Bürgermeisterin Maria Schürmann (CDU), umweltpolitische Sprecherin ihrer Partei, nennt das ein "zufriedenstellendes Ergebnis". Umweltplaner aus Trier hatten im Auftrag der Stadt im vergangenen Frühjahr beobachtet, ob unterschiedliche Beleuchtungsstärken Auswirkungen darauf haben, wie die Fledermäuse aus ihrem Winterschlafquartier im Tunnel Dorp ins Freie fliegen. Die Experten empfehlen, während der Ausflugsphase aus dem Winterschlafquartier nachts die Beleuchtung auszustellen.

Dem folgt die Regelung. Für den Tunnel Schee gilt in der Zeit der Dunkelheit zudem "Betreten verboten". Für den Tunnel Dorp gilt dieses Verbot nicht. Außerdem soll in diesem Tunnel am Wochenende nachts schwaches Licht brennen.

"Das klingt nach einer guten Lösung", sagt Jörg Liesendahl vom BUND. Die beiden Tunnel seien die wichtigsten Unterschlupfe für die Fledermäuse auf der Nordbahntrasse. Dass man beim innerstädtischen Tunnel Dorp auf Ausflügler Rücksicht nehme, "ist einsehbar".

Das sehen Vertreter der Wuppertal-Bewegung anders. "Das läuft allen Einigungen im Vorfeld zuwider", ärgert sich Vorsitzender Carsten Gerhard. Man habe ihnen gesagt, wenn sie auf den Tunnel Tesche verzichten, bleibe der Tunnel Schee offen, berichtet er. Dass jetzt der Tunnel Tesche den Fledermäusen gehöre und der Tunnel Schee trotzdem zeitweise geschlossen werde, "können wir nicht nachvollziehen."

(kati)
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