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Wuppertal
Neue Decken für zwölf städtische Turnhallen

Wuppertal. 35 Gebäude wurden untersucht. Zwölf wurden gesperrt, die meisten sind wieder im Betrieb. Länger dauert es noch an der Kreuzstraße. Von Günter Hiege

Die Sommerzeit ist für das Gebäudemanagement der Stadt traditionell die Zeit, in der Arbeiten in den Schulen vorgenommen werden, um ferienbedingt den Unterricht nicht stören zu müssen. In diesem Jahr kam da allerdings ungeplant noch ein großer Batzen Zusatzarbeit auf die Mitarbeiter zu. Wie berichtet, war bei der Sanierung der Sporthalle Mercklinghausstraße, sozusagen als Nebenprodukt, auch die Hallendecke vom Statiker unter die Lupe genommen worden. Mit dem Ergebnis, dass er die Halle sofort sperren ließ, weil in der nur genagelten Unterkonstruktion der Holzdecke über die Jahre die Nagelköpfe teilweise offen zutage traten.

Für das Gebäudemanagement der Anlass, alle Hallen mit ähnlichen Deckenkonstruktionen untersuchen zu lassen. "35 haben wir in nur zwei Wochen untersucht, zwölf daraufhin sofort gesperrt", berichtete Susanne Thiel, vom Gebäudemanagement jetzt im Sportausschuss. Mit einem Kraftakt konnte die Lage zum Schulbeginn aber bereits deutlich entschärft werden. Wenn Mitte kommender Woche die Turnhalle am Hammesberger Weg wieder in Betrieb geht - sogar schon mit neuer Akustikdecke und energiesparender LED-Beleuchtung -, werden nur noch drei Hallen geschlossen bleiben: die Hallen am Kriegermal, Neue Friedrichstraße und Kreuzstraße. In allen übrigen wurde zunächst die Decke vollständig heruntergeholt, wurden die Hallen zunächst ohne Verschalung wieder in Betrieb genommen. "Ein Sicherheitsrisiko besteht nicht", sagte Susanne Thiel und verwies stolz darauf, dass neben der Halle Hammesberger Weg auch die von Grund auf sanierte Halle Mercklinghausstraße, an der der Stein ins Rollen geriet, inzwischen eine neue Decke hat. In den Herbstferien sollen Kreuzstraße und Hardenberg folgen. Die übrigen Hallen dann sukzessive - immer mit der Prämisse, möglich wenig Unterricht ausfallen zu lassen. Insgesamt dürfte das eine nennenswerte sechsstellige Summe kosten. "Aber Sicherheit hat oberste Priorität", so Susanne Thiel.

Länger als zunächst vorgesehen - nämlich wohl noch bis Dezember - bleibt noch die Halle an der Rottsieper Höhe in Cronenberg geschlossen, die in größerem Stil saniert wird. Weil die Bezirksvertretung nicht rechtzeitig informiert wurde, handelte sich das Gebäudemanagement dafür eine Rüge ein, fühlt sich aber generell gerade in Sachen Deckenproblematik sehr gut aufgestellt. Thiel: "Gesetzlich gibt es gar keine Vorgaben, ob und wie oft Decken zu untersuchen sind."

Eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt bestätigt Kirsten Böckmann, Leiterin der Grundschule Hammesberger Weg. "Wir sind in den Ferien frühzeitig von der Sperrung informiert worden und konnten die Sperrung in den ersten zwei Schulwochen gut auffangen", sagte sie. Der Sportunterricht sei auf den weiträumigen Schulhof verlegt werden, und das habe bisher gut geklappt. Voraussichtlich heute stehe die neue, hellere und dann auch leisere Halle wieder zur Verfügung.

Länger wird es wohl noch an der Kreuzstraße dauern, wo die Halle von der Förderschule genutzt wird. Dort gibt es keine Ausweichmöglichkeit, da der Schulhof parallel instandgesetzt wird. Man versuche laut Schulleitung, die Einschränkungen durch mehr Bewegung in den Unterricht gering zu halten.

Quelle: RP
 
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