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Wuppertal
Neugeborene Krokodile wachsen ohne Mutter auf

Wuppertal. Im Zoo gab es in den vergangenen Wochen erfreulichen Nachwuchs: Bei den Stumpfkrokodilen sind gleich acht Jungtiere geschlüpft (Foto: Stefan Fries), von denen sechs überlebten. Leider verstarb die Krokodilmutter. Wie geht es nun mit den Jungtieren weiter?

Die Mutter der Jungtiere hat eine auslaugende Krankheitsphase hinter sich. "Sie ist zuerst an den Augen erkrankt", sagt Christian Driesen, Teamleiter des Bereichs Wassertiere und Vögel, "dann musste ihr ein Auge zugenäht werden". Zur Behandlung habe der Zoo eine spezielle Augenärztin für Tiere zurate gezogen. Nach dem Nähen musste das Krokodil mit Medikamenten versorgt werden. "Durch den Stress erlitt sie dann die Darmentzündung", erklärt Driesen. Wenige Tage später ist die zwölf Jahre alte Krokodildame verstorben.

Aber welche Auswirkungen hat der Tod eines Elternteils auf ein Krokodilbaby? "Für die Jungtiere ist das kein Problem", teilt Christian Driesen beim Wiegen der Reptilien mit. "Es gibt nur eine Krokodilrasse, die den Sozialisationsprozess wirklich braucht." Da die nun rund vier Wochen alten Tiere zu den Reptilien zählen, müssen sie nicht gesäugt werden. Bereits nach zwei Tagen konnten sie selbstständig ihre ersten Fische fangen.

Für die Mutter der Reptilien sei der Tod die beste Lösung: "Leider können Tiere ihren Schmerz nicht in Worte fassen", sagt Severin Dreßen, Kurator des Zoos, "dennoch ist eine Darmentzündung sehr schmerzhaft für Krokodile".

Inzwischen hat der Zoo die jungen Stumpfkrokodile in das Terrarium gesetzt, in dem ihr Vater untergebracht ist. In sein Terrarium können sie aber nicht. Severin Dreßen: "Weil der Vater nicht beim Schlüpfen dabei war, würde er den Nachwuchs fressen."

(Red)
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