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Wuppertal
Nordbahntrasse: Lieber Wildkräuter als Schotter

Wuppertal. Wer auf der Nordbahntrasse läuft oder radelt, kann einerseits Ein- und Ausblicke auf die Stadt genießen, aber auch je nach Abschnitt direkten Kontakt zur Natur genießen. Davon wünschen sich einige Trassenfans mehr und kritisieren, dass am Rand der asphaltierten Fläche kein Grün wachsen darf.

Dazu gehört Dajana Meier (Foto: Stefan Fries), Vorsitzende des Vereins Neue Ufer, der die Wupper wieder stärker ins Bewusstsein rücken will, die aber auch beim Bau der Nordbahntrasse engagiert war. Sie ärgert sich über den Eifer bei der Pflege der Randstreifen, den sie "Putzwahn" nennt. Ihr gefällt der offene Schotter wenig, der zudem bei Stürzen viel unfallträchtiger sei als eine Grünfläche. Sie versteht nicht, "weshalb es für Radfahrer und Skater gesünder sein soll, in scharfkantigen Schotter statt in Wildkräuter zu fallen". Auch Lutz Eßrich von der Wuppertalbewegung hat sich schon gewundert: "Wir haben Zweifel, ob man das so exzessiv machen muss." In einigen Bereichen sei schon sehr viel Grün entfernt worden: "An manchen Stellen könnte man sensibler sein", findet er.

Frank Berghoff, beim Ressort Straßen und Verkehr der Stadt zuständig für die Grünpflege an der Trasse, erklärt, der Schutzstreifen diene dem gesamten Streckenverkehr, dem Ableiten des Oberflächenwassers und dem Erhalt der Bausubstanz. Ließe man der Natur ihren Lauf, würde erst eine Krautschicht entstehen, dann Sträucher nachrücken. Das wiederum würde einerseits den offenen Charakter der Trasse beeinträchtigen und könnte andererseits sogar zu Gefahren führen. Berghoff betont, dass die Grünpflege eng mit den städtischen Fachleuten für Umweltschutz abgestimmt werde: "Es ist Förderziel, den grünen Gürtel Nordbahntrasse zu pflegen, erhalten und zu fördern."

(kati)
 
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