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Wuppertal
OB Mucke: "Inklusion ist Chefsache"

Wuppertal. Stadt plant ein Inklusionsbüro und will über Fortschritte regelmäßig berichten. Von Andreas Boller

In Wuppertal leben zurzeit 40 000 Menschen mit einem Behinderungsgrad von 50 Prozent und mehr. Mit der Einrichtung eines Inklusionsbüros will die Stadt die Chancen dieser Menschen verbessern, die verschiedenen Angebote zum Beispiel in den Bereichen Bildung, Wohnung, Gesundheit, Mobilität oder Freizeit gleichberechtigt wahrnehmen zu können.

In einem ersten Schritt soll die bisherige Behindertenbeauftragte Sandra Heinen zur Inklusionsbeauftragten werden. Ihre halbe Stelle soll auf eine volle Stelle erweitert werden. Dazu bedarf es noch der Zustimmung des Ausschusses für Soziales, Familie und Gesundheit in der Sitzung am 17. Februar.

Oberbürgermeister Andreas Mucke macht Inklusion zur Chefsache. "Inklusion ist ein Thema, das alle Geschäftsbereiche in der Verwaltung überzieht. Dabei ist die Bordsteinkante, die abgetragen werden muss, damit Rollstuhlfahrer oder Menschen mit einem Rollator die Straße wechseln können, nur eines von vielen Beispielen", sagt Mucke. Er erwartet künftig von jeder Leistungseinheit im Rathaus Berichte über den Stand der Inklusion. Sozialdezernent Stefan Kühn spricht in Bezug auf die Inklusion von einer Aufgabe auch für die kommenden Generationen.

Sandra Heinen beschrieb, wie sich der Blickwinkel der Verwaltung ändern soll. In vielen Köpfen hätten sich Bilder von Behinderten festgesetzt, die mit unglaublichen Leistungen ihr Handicap meisterten, oder Opfer ihrer Behinderung würden. In den meisten Fällen gehe es bei der Inklusion im Alltag aber nicht um Extreme, sondern um Handlungshilfen. Die Aufgabe sei es, das Bewusstsein für die Inklusion auf allen Ebenen zu schaffen.

Das Inklusionsbüro soll im ersten Quartal seine Arbeit aufnehmen und als Anlaufstelle für alle städtischen Einrichtungen, die freien Träger und Organisationen sowie für den Beirat der Menschen mit Behinderung dienen. Eingebunden werden sollen Menschen mit Behinderung, die städtischen Geschäftsbereiche, die Fraktionen sowie Vereine, die Projekte organisieren.

Quelle: RP
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