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Wuppertal
Präses besucht Integrationsmittler

Wuppertal. Sprint bildet Fachkräfte aus, die Flüchtlingen Sprache und Mentalität erklären. Von Katharina Rüth

Hoher Besuch bei Sprint-Wupertal. Manfred Rekowski, Präses Evangelischen Kirche im Rheinland, war jetzt zu Gast, um sich ein Bild von der Arbeit der im vergangenen Jahr gegründeten eingetragenen Genossenschaft zu machen. Sie verfolgt das Ziel, die Gesellschaft beim Eingliedern von Flüchtlingen zu unterstützen. Das macht Sprint Wuppertal, indem es Integrationsmittler ausbildet und für Einzelfälle zu Verfügung stellt.

Sprint steht für Sprach- und Integrationsmittlung. Neben der Servicestelle Wuppertal gibt es in elf Bundesländern etwa 30 weitere. Ihre Aufgabe besteht darin, Flüchtlinge etwa bei Behördengängen oder im Umgang mit Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Dabei bietet Sprint mehr als nur Übersetzung fremder Sprachen ins Deutsche und umgekehrt an. Die Idee hinter der gemeinnützigen Genossenschaft ist es, die Hürde zwischen Zugewanderten und Einheimischen auch insofern zu senken, als die Integrationsmittler selbst aus dem Kulturkreis des jeweiligen Flüchtlings stammt und daher Denkweise und Mentalität besser verstehen und für den in der Regel deutschen Gesprächspartner übersetzen kann.

Diese Aufgabe setzt neben Sprach- und Kulturkenntnissen auch Fingerspitzengefühl voraus. Nicht zuletzt deshalb dauert die Ausbildung zum Integrations- und Sprachmittler auch 18 Monate.

Träger von Sprint in Wuppertal ist die Diakonie, die seit Jahr und Tag über Erfahrungen in der Flüchtlingsberatung verfügt. Das weiß auch Rekowski (58), der vor seiner Wahl zum Präses zunächst als Pfarrer in Wichlinghausen und dann als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Wuppertal gewirkt hat.

Sprint wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, von der EU und vom Jobcenter gefördert.

Quelle: RP
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