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Wuppertal
Rekord: 1850 Wupperputzer sammeln 17 Tonnen Müll

Wuppertal. "Ich habe eine Zitrone gefunden", sagt Christiane Wehn ganz verblüfft. "Ich bin zum ersten Mal beim Wupperputz", verrät sie und durchkämmt die Grünanlagen an der Hünefeldstraße. Papier, Plastik und Scherben sammeln sich in ihrem Müllsack. "Aber die Stimmung ist gut, mehr als 20 Arbeitskollegen sind mit dabei. Auch der Chef persönlich." Der klettert gerade vom Ufer der Wupper herauf. "Da wir Wupperpate sind, reinigen wir eigentlich das ganze Jahr über und hängen Nistkästen für die Vögel auf", verrät Christoph Nieder, Geschäftsführer der Proviel GmbH. Jetzt hat sich besonders viel Müll am Wupperufer angesammelt. "Vor wenigen Tagen hatte die Wupper noch Hochwasser und eine ordentliche Strömung. Die bringt viel Unrat, vor allem Plastik, mit." Etwas weiter ärgert sich Jennifer Cox, die mit der ganzen Familie angereist ist. "Obwohl hier überall Mülleimer stehen, holen wir überall gefüllte Kotbeutel aus dem Grün. Das ist doch absurd. Ohne Beutel würden die Hinterlassenschaften der Hunde verrotten. Mit Beutel liegen sie hier ewig."

Der jüngste Wupperputz hat mehrere Rekorde aufgestellt. Zum einen haben mit 1850 Teilnehmern 15 Prozent mehr Menschen mitgemacht als 2016, das schon ein Rekordjahr war. Weiter wurde so viel Müll gesammelt, wie noch nie - und zwar 17 Tonnen. Patrick Herzog vom Ressort Umweltschutz schlüsselte auf, dass davon zwölf Tonnen als gefüllte Müllsäcke abgegeben und fünf Tonnen als Sperrmüll aus der Wupper geholt wurden.

(anbi/ecr)
 
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