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Wuppertal
Rund 294.000 Euro für bessere Luft

Wuppertal: Rund 294.000 Euro für bessere Luft
Gut 50 000 Fahrzeuge könnte ein Diesel-Fahrverbot im Tal treffen FOTO: dpa
Wuppertal. Die Gefahr von Fahrverboten besteht laut Oberbürgermeister Mucke weiter.

Die Stadt bekommt für den sogenannten "Green City"-Plan 293 750 Euro vom Bund. Damit soll ein Konzept zur Reduzierung der Stickoxidbelastung erstellt werden, teilt die Verwaltung mit. Die Fördermittel stammen aus dem Sofortprogramm für bessere Luft, das der Bund nach dem jüngsten "Diesel-Gipfel" in Berlin aufgelegt hatte.

Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) freue sich zwar über die Förderung, dämpft aber zugleich die Erwartung, dass sich drohende Diesel-Fahrverbote kurzfristig abwenden lassen. "Die Städte baden die Fehler der Autoindustrie aus, die bei den Abgaswerten getrickst haben", sagt er. Diesel-Fahrverbote lehnen er und Verkehrsdezernent Frank Meyer ab, weil sie beispielsweise Bürgern und Handwerkern schaden. Mucke wisse, dass sich viele Wuppertaler durch Diesel-Fahrverbote in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sehen. In Wuppertal könnten nach Recherchen dieser Zeitung mehr als 50 000 Fahrzeuge betroffen sein. Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, hatte Anfang Dezember gesagt, dass Wuppertal aufgrund zu hoher Stickstoffdioxidwerte - beispielsweise an der Gathe - nicht um Fahrverbote herumkommt. Mit dem "Green City"-Plan sollen Maßnahmenschwerpunkte gesetzt werden, um betroffene "Straßen unter die Grenzwerte zu drücken". Zu denen würden der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, die Umrüstung der Busflotte und des städtischen Fuhrparks auf alternative Antriebe, die schnelle Umsetzung des Radverkehrskonzepts und eines neuen Nahverkehrsplans gehören. Mucke und Meyer kritisieren, dass der Bund die Maßnahmen nicht zu hundert Prozent finanziert. Er stellt eine Milliarde zur Verfügung, die Städte müssen jeweils einen Eigenanteil leisten. "Mehr als ein Anschub ist das nicht", so Mucke.

(Red)
 
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