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Wuppertal
Schwul-lesbische Kulturtage laufen

Wuppertal. Wupperpride startet ins Programm zum Bergischen Christopher Street Day.

Die Eröffnung schwul-lesbischer Kulturtage in einem Altenzentrum hat schon eine besondere Note. Für manche Besucher sei das vermutlich "ein befremdlicher Ort hier", räumte Anne Simon vom Vorstand des Vereins Wupperpride jetzt bei der Begrüßung im Wuppertaler Hof ein. Neben dem räumlichen Vorteil - das Gebäudemanagement der Stadt bietet den Festsaal günstig an - gab es aber auch inhaltliche Gründe für den Ort. Immer mehr Lesben und Schwule, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre sexuelle Orientierung fanden, kommen ins Seniorenalter und müssen ambulant oder stationär betreut werden. Und bei der Betreuung von Homosexuellen ist nach Ansicht von Wupperpride eine besondere Sensibilität seitens der Pflegekräfte nötig.

Doch bei der Veranstaltung ging es eher ums Feiern. Die Jazz-Rock-Pop-Band des Landespolizeiorchesters NRW unterhielt. Der Lesbenchor Melodykes aus Düsseldorf stimmte Lieder an, die Kölner Frauentanzschule "Swinging Sisters" zeigte Formationstänze.

Mit den Kulturtagen macht sich der Verein Wupperpride auf die Zielgerade zum Bergischen Christopher Street Day (CSD), der am 4. Juni in Barmen begangen wird. Dazu werden bis zu 2000 Menschen erwartet, zum mittlerweile zweiten Mal feiern die Lesben und Schwulen direkt vor dem Rathaus. Zum CSD wird auch Oberbürgermeister Andreas Mucke kommen. Mit Blick auf das Aufkommen rechtspopulistischer Bewegungen wie Pegida oder AfD warnte Mucke vor einem "Rechtsruck im Land". Die "solidarische Gesellschaft" dürfe dadurch nicht in Frage gestellt werden. Mehr auf: www.wupperpride.de

(bos)
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