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Wuppertal
Silvester: Polizei verstärkt Präsenz

Wuppertal: Silvester: Polizei verstärkt Präsenz
Die Einsatzbelastung für die Polizei an Silvester ist traditionell hoch. FOTO: dpa
Wuppertal. Die Beamten rechnen nicht damit, dass der Döppersberg zum Treffpunkt wird. Von Anke Strotmann

In der Nacht zum Montag werden wieder die Sektkorken knallen, Böller gezündet und Raketen in die Luft geschossen. So wird das neue Jahr begrüßt. Während die einen feiern, bedeutet Silvester für die Polizei eine besondere Situation - und das nicht erst seit den Ereignissen auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz vor zwei Jahren. Die Polizei hatte damals nicht verhindern können, dass Hunderte Frauen belästigt und ausgeraubt wurden.

Für die Silvesternacht 2017/18 ist in ganz NRW die Einsatzstärke der Polizei heraufgesetzt worden. Der neue Döppersberg steht dabei jedoch nicht besonders im Fokus. "Der Bahnhofsvorplatz in Köln ist traditionell ein überregionaler Treffpunkt. Der hat eine ganz andere Strahlkraft", sagt Stefan Weiand, Sprecher der Polizei in Wuppertal. Weiand rechnet nicht damit, dass der Döppersberg zu einem vergleichbaren Treffpunkt wird. Am Döppersberg müsse man erst mal schauen, wie sich die "Platte", auf der viele Obdachlose und Drogenabhängige leben, nach dem Umbau verlagert. "Das halten wir im Blick", sagt der Polizeisprecher. Die Wache am Döppersberg ist geöffnet. Bislang hieß es, dass diese Ende des Jahres ins City Center umzieht. Doch der Ortswechsel wird nun für März 2018 anvisiert.

Silvester sind sowohl die Kriminalpolizei als auch zivile Kräfte über dem Soll im Dienst. Am Bahnhof ist die Bundespolizei im Einsatz. Die Polizei rechnet damit, dass mehr als an einem Wochenende los sein wird. Weiand ist sicher: "Wenn etwas passiert, sind wir so gut aufgestellt, dass wir dem begegnen können." Es gebe mehrere kleinere Plätze, auf die man ein Auge habe, in der Nordstadt und in Wichlinghausen oder den Berliner Platz. "In den vergangenen Jahren gab es aber keine größeren Vorfälle", sagt Weiand. Die Einsatzbelastung sei aber traditionell sehr hoch. Bis 24 Uhr gebe es fast keine Einsätze. Weiand: "Wir wünschen uns ein frohes neues Jahr, dann geht es raus."

Die Delikte reichen über die ganze Bandbreite zwischenmenschlicher Konflikte. "Da es kulturell bei uns verankert ist, dass an Silvester viel Alkohol getrunken wird, entstehen Schlägereien und Streitigkeiten", sagt Weiand. Häufig werde die Polizei aber auch wegen häuslicher Gewalt gerufen. Gegen Morgen kämen Ruhestörungen dazu.

Quelle: RP
 
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