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Wuppertal
Tanzen im Apollo des 21. Jahrhunderts
Wuppertal: Tanzen im Apollo des 21. Jahrhunderts
Blick in den großen Saal der neuen Disco in Elberfeld: Zur Eröffnung kamen 1000 Leute, um den ehemaligen Kinosaal zu begutachten. FOTO: apollo
Wuppertal. "Schick, elegant, gepflegt" – so lautet der Dresscode für die neue Großraumdisco, wo am Wochenende gefeiert wird. Von Elisabeth Landau

Langsam ziehen Nebelschwaden durch den Raum. In der dunkel gehaltenen Einrichtung des Apollo 21 setzen Scheinwerfer bunte Lichtakzente. Die Menschen auf der Tanzfläche bewegen sich zu Housemusik. Seit Mitte November ist die neue Event-Location am Rande des Wuppertaler Luisenviertels eröffnet und veranstaltet jeden Samstag Partys. Bis zu 1000 Leute haben hier Platz. "Bei uns soll die Location im Mittelpunkt stehen", sagt Sprecherin Heike Müller.

"Apollo 21 ist eine Mischung aus Club und Großraumdisco." Ein großer, goldener Rahmen und Ränge, auf denen früher Kinogänger saßen, erzählen von der Vorgeschichte des 14 Meter hohen Raumes: Bis 1962 fand sich an der Kasinostraße 25 in Elberfeld das Apollo-Kino. Nach dessen Schließung wurde das Gebäude als Lagerraum genutzt. 50 Jahre später und nach einer sechsmonatigen Umbauphase erhielt das Gebäude eine schicke und moderne Atmosphäre. Jetzt ist es das "Apollo des 21. Jahrhunderts".

Im ehemaligen Vorführungsraum wurde eine neue Decke eingezogen, so dass die Halle nicht mehr so hoch ist wie früher. Heute dienen die Kino-Ränge als Sitzgelegenheit mit Blick auf die Tanzfläche, die der Mittelpunkt des großzügigen Raumes ist. Aus der ehemaligen Garderobe wurde eine gemütliche Lounge. Auf halber Treppe zum großen Veranstaltungssaal erwartet die Besucher ein Raucherbereich mit eigener Bar. Insgesamt gibt es fünf Bars, sodass beim Getränkekauf keine langen Wartezeiten entstehen. "Im Vergleich zu anderen Clubs in Wuppertal ist es hier schon etwas teurer. Für größere Discos etwa in Düsseldorf zahlt man aber genauso viel", sagt Christian (24), der das Apollo 21 zum zweiten Mal besucht. "Die Gäste hier sind spaßig drauf, alle sind ziemlich locker." Das Alter der Besucher ist sehr gemischt, Einlass ist ab 21 Jahren.

Wer sich vorher anmeldet, kann einen Platz im VIP-Bereich buchen, einer abgesperrte Lounge mit Sesseln direkt neben der Tanzfläche. Um hier feiern zu können, muss man einen Mindestumsatz von 50 Euro erbringen. Vom VIP-Bereich aus kann man dem DJ bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Julian Seelings Finger huschen über die Turntables. Als DJ Jul Davis sorgt er für eine tanzbare Mischung aus Urban Style bis House und Electro. "Hier laufen nicht nur Charts wie in anderen Discos. Deep House oder Vocal House stehen bei mir im Vordergrund", sagt der 23-Jährige. Er legt auf, seit er 18 Jahre alt ist. Mit der Eröffnung des Apollo 21 begann für ihn ein neuer Karriereschritt: Er legt nun zum ersten Mal in einer großen Disco auf. Seine Musik kommt bei den Gästen an diesem Abend gut an.

Die Tanzfläche füllt sich meistens ab 0.30 Uhr, Einlass ist ab 22 Uhr. Melanie ist mit zwei Freundinnen zum Tanzen gekommen. "Hier werden keine Après-Ski-Hits gespielt, das gefällt mir", sagt die 21-Jährige. "Außerdem sieht hier alles sehr elegant aus." Die drei Freundinnen sind modisch gekleidet und haben sich damit an den Dresscode "schick, elegant, gepflegt" gehalten. Die drei möchten bis in die frühen Morgenstunden bleiben.

An Heiligabend, dem ersten Weihnachtstag und Silvester hat das Apollo 21 geöffnet. Fremdveranstalter wie das Stadtmagazin Heinz mieten den Veranstaltungsort freitags für Partys. Das Apollo 21 soll auch bald Ort für Konzerte, Theater, Tagungen und Firmenveranstaltungen werden. Mit Bestuhlung haben bis zu 500 Leute Platz.

Quelle: RP
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