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Wuppertal
Trendwende hält an: Die Geburtenzahlen steigen

Wuppertal. Lange Jahre blickte die Politik mit großen Bedenken auf die immer weiter sinkenden Geburtenzahlen im Land. Seit ein paar Jahren hat sich der Trend aber umgekehrt: Immer mehr Kinder kommen zur Welt. Im Jahr 2014 wurde mit 714 927 Neugeborenen in ganz Deutschland ein neuer Höhepunkt der vergangenen zwölf Jahre erreicht. Der Wechsel ist auch in Wuppertal zu spüren. Auch hier gab es vor kurzem eine Trendwende: In den vergangenen Jahren werden immer mehr Neuankömmlinge verzeichnet. Die Entwicklung hat sich auch im vorangegangenen Jahr fortgesetzt. Von Carolin Scholz

Nach den Daten des Amts für Statistik und Wahlen wurden im Jahr 2015 in Wuppertal 3212 Kinder geboren. Das sind immerhin 190 mehr als im Vorjahr (2014: 3022). Ähnlich hoch war die Zahl zuletzt im Jahr 2002. Damals gab es insgesamt 3165 Geburten. Ein Tiefpunkt war 2012 erreicht. Da waren es nur 2840 Neugeborene. Das war in Wuppertal die niedrigste Zahl der gesamten, vergangenen 50 Jahre.

Von den 3212 in 2015 geborenen Kindern waren 1561 Mädchen und 1651 Jungen. 401 der Neugeborenen haben ausländische Eltern. Das sind mehr als noch 2014. Da waren es 278 von 3022 Kindern. Grund dafür ist vermutlich die vermehrte Zuwanderung im vergangenen Jahr.

Die meisten Kinder (186) wurden 2015 in der Nordstadt geboren, dicht gefolgt von den Quartieren Oberbarmen-Schwarzbach (178 Kinder) und Ostersbaum (158 Kinder). Die wenigsten Kinder, nur eines, wurden im Quartier Buchenhofen geboren. Gleichzeitig ist dort die Rate der Geburten pro 1000 Einwohner am höchsten (18,87), da dieses Quartier nur 53 Einwohner zählt. Das Quartier Industriestraße ist das einzige, in dem 2015 kein Neugeborenes ankam.

Die steigenden Geburtenzahlen machen sich auch bei den Kliniken bemerkbar. Allein im Helios-Klinikum waren es im Vorjahr 1860 Geburten, 2014 waren es noch 47 weniger. Das Bethesda-Krankenhaus verzeichnete etwa 800 Geburten _ rund 100 mehr als im Vorjahr. Auch die Mütter haben sich über die Jahre verändert. "Frauen, die eine unkomplizierte Schwangerschaft erleben, achten sehr wohl auf Betreuungs- und Service-Aspekte, um das Erlebnis Geburt so positiv wie möglich in Erinnerung behalten zu können", sagt Prof. Markus Fleisch, Chefarzt des Helios-Klinikums.

Quelle: RP
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