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Wuppertal
Uni-Halle: Brandschutz hat sich bewährt

Wuppertal: Uni-Halle: Brandschutz hat sich bewährt
Die Uni-Halle an der Albert-Einstein-Straße 20 ist mittlerweile gut 30 Jahre alt. FOTO: Andreas Fischer (Archiv)
Wuppertal. Für den Betrieb der Mehrzweckhalle gibt es zwar mittlerweile keine zeitliche Beschränkung mehr - trotzdem wird in den kommenden Monaten über ihre Zukunft diskutiert. Die Bergische Universität sucht derweil nach Alternativen. Von Andreas Boller

"Für die Uni-Halle stehen die Zeichen jetzt auf Abriss" - so lautete die Schlagzeile vor fünf Jahren. Im März 2013 drohte wegen massiver Mängel beim Brandschutz der Verlust der Betriebsgenehmigung. Die Stadt baute Rauchdetektoren und neue Dachluken ein und löste damit das schwelende Problem. Zunächst wurde die Betriebsgenehmigung bis 2019 erteilt. "Es gibt keine zeitliche Beschränkung mehr zum Betrieb der Halle", sagt nun Hans-Uwe Flunkert, Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Wuppertal.

Allerdings gelten weiter besondere sicherheitstechnische Auflagen. "Bei Konzerten darf zum Beispiel kein Feuerwerk auf der Bühne abgebrannt werden", so Flunkert. Der Verzicht auf Feuer und Rauch hat in den vergangenen Jahren Stars wie Nena oder Anastacia nicht von einem Gastspiel in der Uni-Halle abgehalten. Und erst kürzlich kamen auch die Bands und Rapper beim Bergischen Schüler-Rockfestival ganz ohne Feuerzauber aus.

Gut 30 turbulente und abwechslungsreiche Jahre hat die mit bis zu 4079 Plätzen derzeit größte Mehrzweckarena im Bergischen Land inzwischen auf dem Buckel. Sie wurde im November 1987 eröffnet, gehört zu 46 Prozent dem Land und zu 54 Prozent der Stadt. Beim Bau ging man eine Reihe von Kompromissen ein, um den Anforderungen sowohl der Stadt als auch der Universität gerecht zu werden.

Die stimmungsvolle Arena weist aber auch einige bauliche Mängel auf. Und die sind der Grund dafür, warum in den kommenden Monaten wieder über die Zukunft der Uni-Halle diskutiert wird. "Wir befinden uns in Gesprächen mit dem Land, aber es ist noch zu früh, um darüber etwas Konkretes mitteilen zu können", sagt Maren Wagner, Pressereferentin der Bergischen Universität.

Es ist jedoch kein Geheimnis, dass die Universität seit Jahren Alternativen beziehungsweise Ergänzungen zur Uni-Halle sucht. Der Bedarf an Hallenkapazitäten ist bei steigenden Studentenzahlen in den vergangenen Jahren ständig gewachsen. Die Halle wird nicht nur für die Ausbildung von Sportstudenten benötigt, sondern auch von Studenten, Professoren und Mitarbeitern im Hochschulsport genutzt. Außerdem muss sich die Uni immer wieder mit der Stadt abstimmen, wenn die Halle für Sportveranstaltungen, Konzerte, Messen oder andere Veranstaltungen in Anspruch genommen werden soll.

13,9 Millionen Euro, die das Land NRW vor einigen Jahren für die Sanierung der Uni-Halle zur Verfügung stellte, wollte die Universität für einen Neubau an gleicher Stelle und den zusätzlichen Bau einer Dreifach-Halle effektiver anlegen. Bei einer Überprüfung des Plans stellte sich heraus, dass das zur Verfügung stehende Geld bei weitem nicht für alle Komponenten gereicht hätte. Von dem Wunsch, eine Dreifach-Sporthalle in der Nähe der Uni-Halle zu bauen, ist die Bergische Universität jedoch nie abgerückt.

Möglicherweise sieht die Universität nun in Gesprächen mit der neuen Landesregierung eine neue Chance, das Projekt zu finanzieren. Bedenken gegen eine Sanierung der Uni-Halle hatte 2015 auch der Bergische HC angemeldet. Die Halle sei nur bedingt für Spiele in der höchsten Handball-Liga geeignet, heißt es. Einige Plätze bieten nur eine eingeschränkte Sicht, es fehlen Räumlichkeiten, um die Spiele besser zu vermarkten.

Ein Problem, das in der kommenden Saison wieder auf den BHC zukommen könnte - denn die Zeichen stehen auf Wiederaufstieg in die erste Liga.

Quelle: RP
 
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