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Wuppertal
Unterirdischer Club oder Kunstschau im Bunker

Wuppertal. Fünf Konzepte für das Bauwerk unter dem Döppersberg sind bei der Wirtschaftsförderung eingegangen. Von Katharina Rüth

Feiern oder Kunst betrachten - der Bunker unter dem Döppersberg könnte tatsächlich ein attraktiver Treffpunkt für Nachtschwärmer und Kulturinteressierte werden. Denn fünf Konzepte sind bei der Wirtschaftsförderung eingegangen, drei davon wollen den Schutzraum als Tanztempel, Ausstellungsraum oder Gastronomie nutzen.

"Das ist ein Super-Ergebnis", sagt sich Rolf Volmerig, Chef der Wirtschaftsförderung, "weil es sich um ein hochspezielles Bauwerk handelt." Mit dreien hätten sie gerechnet, dass es jetzt zwei mehr seien, bestätige die Wirtschaftsförderung in der Ansicht, dass es sich um ein interessantes Objekt handelt.

Der Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg liegt sieben Meter unter der Erde. Die auf 1600 Quadratmeter verteilten kleinen Räume können zu größeren zusammengelegt werden.

Das Spektrum der Ideen sei sehr breit, "inhaltlich ist alles sehr gut", sagt Volmerig. Drei entsprechen der von der Wirtschaftsförderung favorisierten Nutzung für Gastronomie und Kultur - in unterschiedlichen Zusammenstellungen. "Das ist natürlich ein Knaller, genau das, was wir uns vorgestellt haben", schwärmt Volmerig. Damit werde der Standort auch abends belebt. Und ein Club spreche vor allem junge Wuppertaler an.

Die dahinter stehenden Personen seien sowohl lokale als auch überregionale Größen, die dritte jemand, an den sie bisher noch gar nicht gedacht hätten. Volmerig erklärt, dass die Bewerber keine typischen Investoren seien, denn mit Kultur sei nicht viel Geld zu verdienen: Das seien Projektentwickler, die das Gebäude faszinieren. Auch mit den gebotenen Kaufpreisen seien sie zufrieden: "100 000 Euro war das Mindestgebot, das wird auf jeden Fall erreicht."

Mit den Entwicklern dieser drei Konzepte werde man jetzt weitere Gespräche führen. Und dabei ausloten, ob ihre Ideen mit den Entwürfen für den Wupperpark-Ost vereinbar sind. Für den Wupperpark-Ost, die Fläche über dem Tiefbunker, hat es eine Ausschreibung gegeben, dort sollen ein Info-Pavillon und das Café Cosa der Sucht-Hilfe ihren Platz finden. Und hier werden auch die Zugänge in das unterirdische Gebäude liegen.

"Wir setzen uns mit jedem zusammen und deklinieren durch, ob es passt", erklärt Rolf Volmerig. Er rechnet damit, dass die Gespräche in etwa vier Wochen zu einem Ergebnis führen, dass es weitere vier bis sechs Wochen später einen Vertrag gibt. "In drei Monaten könnte es losgehen." Ende 2018 soll dann der Bunker wie alles am Döppersberg fertig sein.

Quelle: RP
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