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Wuppertal
Utopiastadt, CVJM und Kindertisch erhalten Wagen

Wuppertal. Riesengroß ist die Freude bei den drei Gewinnern des Schwebebahn-Wettbewerbs der Wuppertaler Stadtwerke: Am Ende setzten sich unter den elf Bewerbern der CVJM Westbund (6373 Stimmen), die Utopiastadt (4832) und der Kinder-Tisch Vohwinkel (3584) durch. Sie erhalten kostenlos jeweils einen der ausgemusterten Schwebebahnwagen und einen Transportkostenzuschuss von 2000 Euro.

Die ersten beiden Plätze zeichneten sich bereits im Vorfeld als Sieger ab. Die Realschule Vohwinkel hatte mit 3549 Stimmen nur knapp das Nachsehen. Sie will aber mit Hilfe von Sponsoren eine Schwebebahn kaufen und so ihre Pläne für das schwebende Klassenzimmer doch noch umsetzen.

Mehr als 44 000 Mal wurde insgesamt abgestimmt. Nach den Manipulationsversuchen mit Spam-E-Mail-Adressen prüften die Stadtwerke das Endergebnis nochmals sorgfältig - und mussten es minimal bereinigen. "An der Reihenfolge hat das aber nichts geändert", betont WSW-Sprecher Holger Stephan.

Die Gewinner müssen jetzt die Voraussetzungen für das Aufstellen der alten Schwebebahn schaffen und haben damit auch schon zum Teil begonnen. Das tonnenschwere Wuppertaler Wahrzeichen benötigt etwa ein tragfähiges Fundament.

"Da kommt noch ein gutes Stück Arbeit auf uns zu, aber wir sind überglücklich, dass es geklappt hat", sagt Gerd Halfmann von der CVJM Bildungsstelle Bundeshöhe in Barmen. Die Schwebebahn soll dort als Bergisches Bistro genutzt werden. Dabei werden die Geschichte des berühmten Verkehrsmittels und die des CVJM Westbundes mit Bildern und Texten im Wagen dokumentiert. Außerdem soll das Bistro für Menschen mit Behinderung barrierefrei zugänglich sein. "Wir möchten einen Ort der Begegnung schaffen", sagt Gerd Halfmann.

Äußerst motiviert sind auch die Beteiligten des Projekts Utopiastadt. Am historischen Bahnhof Mirke soll die Bahn Teil eines Besucher- und Informationszentrums werden. "Für uns ist auch die Symbolwirkung der Schwebebahn wichtig", sagt Utopiastadt-Initiator Christian Hampe. Sie zeige, dass außergewöhnliche Ideen mit Engagement umsetzbar seien.

"Wir sind sehr dankbar", sagt Kindertisch-Vorsitzender Udo Schemann. Auf dem betreuten Spielplatz "Sternpunkt" an der Roßkamper Straße soll der Wagen einen Ehrenplatz bekommen.

(ebi)
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