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Wuppertal
Zufahrt zum Bahnhof ist gesperrt

Wuppertal. Mit Privatfahrzeugen darf die Bahnhofstraße vorerst nicht befahren werden. Von Andreas Boller

Ist es Bequemlichkeit, Ortsunkenntnis oder die pure Not? Trotz des Durchfahrtsverbots biegt unterhalb der Stadthalle so mancher Autofahrer in die gesperrte Bahnhofstraße ab und sucht den kürzesten Weg zum Wuppertaler Hauptbahnhof. Dass die Autofahrer dabei ein dickes Knöllchen riskieren, nehmen sie offenbar in Kauf, um "gerade mal eben" Bekannte, Verwandte oder Freunde mit ihren Koffern in der Nähe der Bahnsteige abzusetzen.

Bis Ende des Jahres wird die Bahnhofstraße nur für Taxis, Baustellenfahrzeuge, Radfahrer oder Bedienstete der Bahn befahrbar sein. Solange dauert die Tieferlegung der Bahnhofstraße, die einen neuen Anschluss unterhalb der Bahndirektion an die B 7 erhält.

Bei bestem Wetter ruhte jetzt die Baustelle. Das wird auch noch einige Wochen so bleiben, denn erst Mitte August wird die Straßenseite hin zu den Gleisen asphaltiert. "Einen früheren Termin mussten wir wegen des schlechten Wetters verstreichen lassen. Es ist Urlaubszeit, da sind die Firmen personell schwächer besetzt", sagt Andreas Klein, verantwortlicher Bauleiter für die Tiefbauarbeiten am Döppersberg.

Baudezernent Frank Meyer bedauert die Unannehmlichkeiten, sieht aber keinen Grund zur Sorge. "Bei den Tiefbauarbeiten sind wir im Gesamtprojekt Döppersberg sehr gut im Zeitplan", so Meyer. Die Absenkung der Bahnhofstraße um bis zu zwei Meter im oberen Bereich sei erforderlich, um die Höhenunterschiede hin zur B 7 behutsam auszugleichen.

Nachdem die Asphaltdecke aufgebracht ist, wird ein fünf Meter breiter Fuß- und Radweg gepflastert. Im zweiten Schritt wird die andere Straßenseite an der Sparkasse erneuert. "Diese Arbeiten werden länger dauern, denn dort sind Kanalarbeiten erforderlich", sagt Klein. Ende des Jahres sollen sie beendet sein. Ob wieder Parkplätze eingerichtet werden, ist fraglich. Meyer und Klein raten Autofahrern, sich dem Bahnhof über die Dessauer Straße am Wuppertal Institut und die Distelbeck in der Südstadt zu nähern. Die Anfahrt über die Bahnhofstraße sei keine Option mehr.

Quelle: RP
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