| 00.00 Uhr

Remscheid
Fröhlicher Abschied vom Superstar in der Karaoke-Bar

Remscheid. Casting-Shows hin, Casting-Shows her: Auch wenn im Laufe des Samstagabends klar wurde, dass der Remscheider Ferdinando "Ferdi" Erba nicht "Deutschlands neuer Superstar" wird, trat der 25-Jährige gleich zwei Mal beim Karaoke-Abend mit Moderator Christoph Marr in der Wermelskirchener Gaststätte "Der Bierhahn" auf. Erba sang dort die Lieder "Superstition" von Stevie Wonder und "Breathe easy" von der Band "Blue". Mit letzterem Lied hatte "Ferdi" Erba die Jury der TV-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) überzeugt und es bis zum "Recall" geschafft - für mehr reichte es dann allerdings nicht. "Ich bin in den Top 120, das ist ja nun mal gar nicht schlecht", kommentierte Ferdinando Erba sein Abschneiden bei "DSDS" im BM-Gespräch.

Und weiter: "Für mich war das eine tolle Erfahrung. Ich habe eine Menge neue Kontakte geknüpft. Sogar Anfragen von Leuten, die einen Song mit mir produzieren wollen, haben mich durch die Fernseh-Show erreicht. Wir werden sehen, was daraus wird." Der Sänger mit italienischen Wurzeln zeigte sich im "Bierhahn" keinesfalls niedergeschlagen: "Das Leben geht weiter. Ich habe einige Projekte in Planung, man wird definitiv von mir hören", blickt Ferdinando Erba in die Zukunft. Besonders für Hochzeiten, zu denen er für das Brautpaar singen soll, habe er zahlreiche Termine fix gemacht. "Das Wochenende gehört der Musik! Mein Chef ist manchmal schon etwas besorgt, dass er mich ganz an den Gesang verliert", sagt Erba, der im bürgerlichen Leben als Objektleiter für einen großes Remscheider Gebäude-Reinigungsunternehmen tätig ist. "Diesen Wechsel von der Musik am Wochenende zur normalen Arbeit an den Werktagen ist für mich Alltag und überhaupt kein Problem" - "Ferdi" Erba zuckt mit den Schultern.

Mit Christoph Marr, besser als "Karaoke-Christoph" bekannt, verbindet Erba seit drei Jahren eine enge Freundschaft: "Ich bin seit bestimmt fünf Jahren regelmäßig bei Karaoke-Veranstaltungen und singe dort", sagt Erba. "Das tolle an Karaoke ist, dass ich dort vor unterschiedlichem Publikum verschiedene Lieder ausprobieren kann. Wenn es die Zeit zulässt, werde ich den Karaoke-Abenden treu bleiben", sagt Ferdinando Erba, dessen Ziel es ist, einmal hauptberuflich vom Gesang leben zu können.

Doch klangen im mit knapp 100 Gästen gut besuchten "Bierhahn" auch kritische Töne an. "Diesen durch das TV ausgelösten Hype um Ferdinando Erba kann ich nicht verstehen. Es gibt hier lokale Größen, die als Sängerinnen und Sänger viel mehr geleistet haben und den Zuspruch verdient hätten", ist Christian Dannenberg überzeugt.

(sng)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Fröhlicher Abschied vom Superstar in der Karaoke-Bar


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.