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Remscheid
Für Lüttringhausen fehlt das Geld

Remscheid. Die Umgestaltung des Rathausumfeldes im Stadtteil muss weiter warten / Ratsparteien diskutieren über einen Weg. Von Stefanie Bona

Über eine zusätzliche Zuwendung für die Umgestaltung der Rathausumgebung Lüttringhausen konnten sich die Politiker im Haupt- und Finanzausschuss nicht einigen. 100.000 Euro sind im Haushalt für dieses Jahr bereits eingestellt. Doch reicht die Summe bei weitem nicht, um alle wünschenswerten und von den Bürgern favorisierten Veränderungen umzusetzen. Dafür werden alles in allem 281.000 Euro veranschlagt.

Die CDU-Fraktion beantragte, die fehlenden Mittel bereitzustellen, damit die entsprechenden Maßnahmen in Angriff genommen werden können. Dies müsse nicht sofort sein, sollte aber in den nächsten Jahren berücksichtigt werden.

"Woher wollen Sie dieses Geld denn nehmen?", erinnerte Beatrice Schlieper, Sprecherin der grünen Ratsfraktion, an die selbst auferlegte Haushaltsdisziplin. Auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz konstatierte: "Dieses Geld muss ja irgendwo herkommen." Für die SPD bemerkte York Edelhoff, dass eine Gestaltungsverbesserung an einem solch "wichtigen Ort" im Stadtgebiet immer gut sei. Gleichwohl warb er dafür, sich dem Vorschlag von Stadtkämmerer Sven Wiertz anzuschließen. Er regte an, den Antrag in die Haushaltsplanberatungen zu verschieben.

Fritz Beinersdorf (Linke) hingegen betrachtet das Ansinnen der Christdemokraten als "wichtigen Baustein zur Entwicklung Lüttringhausens." Er erinnerte an den "Bürgerverein", der sich vor Ort finanziell "ganz hervorragend" engagiere. Damit spielte er auf den Einsatz des Heimatbunds Lüttringhausen an, der in den letzten Jahren 'zig größere Spendensammlungen angestoßen hatte, um etwa für die Beleuchtung des Rathauses zu sorgen. "Ich bin daher der Meinung, dass man die Mittel in geeigneter Weise zur Verfügung stellen muss", sagte Beinersdorf. Mit einer Vertagung versuche man nur, den Vorstoß abzuwimmeln.

David Schichl (Grüne) entgegnete, dass man nicht nur in Lüttringhausen engagierte Bürger habe. "Auf dem Hasten oder im Südbezirk gab es ähnliche Initiativen. Denen konnte die Stadt nicht unter die Arme greifen." CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Nettekoven sagte, seine Partei habe konstruktive und mit der Einführung der Wettbürosteuer auch erfolgreiche Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung gemacht. In Lüttringhausen wären ja erst Begehrlichkeiten auf Projekte vor Ort geweckt worden, nachdem der Oberbürgermeister selbst dem Heimatbund-Vorsitzenden die 100.000 Euro in Aussicht gestellt hatte. Nettekoven forderte, den Antrag auf Mittelerhöhung "seriös" zu diskutieren. An den Kämmerer richtete er den Appell, Geld für Lüttringhausen frei zu machen: "Stellen Sie es so ein, dass es klappt." Der OB sicherte zu, sich dem Thema intensiv zuzuwenden. "Wir werden schauen, dass wir einen Weg finden."

Quelle: RP
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